Experte fordert Akzeptanz für den Wolf

Natur Wolf ist auch schon im Landkreis Zwickau unterwegs gewesen

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Region. Vor allem in der Lausitz, aber zuletzt auch im Erzgebirge, gibt es nach Wolfsangriffen auf Nutztiere immer wieder Diskussionen über die Rückkehr von "Meister Isegrim" nach Deutschland.

Wie das Raubtier in Sachsen und Deutschland wieder heimisch wird, weiß Dennis Klein. Er ist bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Zwickau tätig und koordiniert in der Kreisnaturschutzstation Gräfenmühle in Neukirchen verschiedenste Naturschutzmaßnahmen.

Keine Gefahr für den Menschen

Kürzlich war er bei einem Treffen des Vereins Sächsischer Ornithologen zu Gast und informiert über den Wolf, der vor einigen Jahren auch im Mittelpunkt sein Diplomarbeit stand. "Im Landkreis Zwickau ist der Wolf bisher nicht zuhause", sagt Klein, der aber zugleich betonte, dass durchaus schon Durchzügler gesichtet wurden. Diese zweifelsfrei als Wolf nachzuweisen, sei aber nicht einfach. Klein appelliert, den Wolf als Teil der Natur zu akzeptieren und zwar mit Respekt, aber nicht mit übertriebener Angst. "Er hält sich normalerweise vom Menschen fern", betonte Klein.

Schäden an Nutztieren könne es aber geben, vor allem dann, wenn keine entsprechenden Schutzmaßnahmen wie beispielsweise hohe Elektrozäune oder Herdenschutzhunde für Schafherden vorhanden sind. Durch die neuen Regelungen im Freistaat Sachsen wird die sogenannte Vergrämung des Wolfes erleichtert. Auf Tiere die sich beispielsweise mehrfach Häusern nähern, könnten Jäger nun mit Gummigeschossen schießen.

Umfangreiche Informationen zum Wolf und seiner Ausbreitung gibt es im Internet unter www.dbb-wolf.de auf den Seiten der Dokumentations- und Beratungsstelle Wolf der Bundesregierung.