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Für die Hilfe zur Selbsthilfe

Gesundheit KISS Zwickau veröffentlicht neuen Ratgeber

Zum Ende des Monats erscheint der neue Ratgeber "Selbsthilfe". Auch die diesjährige Ausgabe mit einer Auflagenstärke von 4.000 Exemplaren wird wieder kostenlos erhältlich sein und sowohl in den Räumlichkeiten der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KISS) in der Scheffelstraße 42 als auch in Gemeinde- und Stadtverwaltungen, Bürgerbüros, Arztpraxen und Krankenhäusern im gesamten Landkreis Zwickau ausliegen. Darüber hinaus wird auch eine "barrierefreie", das heißt für Sehbehinderte zugängliche Ausgabe auf der Internetseite des Vereins "Gesundheit für alle" e.V. verfügbar sein. Der Verein, der vielen Zwickauern noch im Zusammenhang mit dem vom ehemaligen Amtsarzt Dr. Volkmar Ludwig initiierten Demenz-Projekt "Vergesslich? Halb so schlimm" ein Begriff sein dürfte, fungiert auch als Herausgeber des Magazins. Redaktionell wird das Projekt ehrenamtlich seitens der KISS-Mitarbeiter betreut. Wie schon in den Vorjahren soll der Ratgeber den im Landkreis Zwickau existenten Selbshilfegrupppen ein Forum sein und gleichzeitig für Bekanntmachungen, Präsentationen, Jubiläen oder Veranstaltungsankündigungen dienen.

Selbsthilfegruppen existieren indes nicht nur für Betroffene. Insbesondere bei Suchtkranken, psychisch Kranken, körperlich und geistig Behinderten oder Demenzkranken sind es vielmehr die Angehörigen, die sich zu Gruppen organisieren, um im Austausch zu lernen, wie sie den Betroffenen besser helfen können.

In der heutigen Gesellschaft, so die Leiterin der Kontaktstelle, Sandy Wetzel, herrsche die Einstellung vor "Wenn man krank ist, muss man wieder gesund werden." Da dies jedoch insbesondere bei chronisch oder längerfristig Kranken kein leichtes Unterfangen ist, resultiert der gesellschaftliche Druck oft in Vereinsamung. Daher möchte Wetzel mit der KISS ein "niedrigschwelliges, kostenfreies Angebot, in dem Versuch, die Lebensqualität Betroffener zu steigern" machen. Auf Wunsch ist der Kontakt mit der KISS komplett anonym möglich, die Mitarbeiter helfen auch bei der Gründung neuer Gruppen oder der Suche nach weiteren Betroffenen.



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