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Für künftige Generationen gefertigt

Enthüllung Wolkenburg hat jetzt einen neuen Gedenkstein

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Wer von Kaufungen kommend die Muldenbrücke in Wolkenburg überquert, kann es gar nicht übersehen: Ein neuer Gedenkstein strahlt am linken Straßenrand. Enthüllt wurde dieser anlässlich der 777. Ersterwähnung bei der Eröffnung des großen Festwochenendes.

Eine interessante Entdeckung

Im Beisein von Jesko Vogel brachten Katrin und Reinhold Kaminsky den Umstehenden interessante Fakten nahe: "Als Kirchenführer gehörte ich bei der Restauration unserer Neuen Kirche dem Bauausschuss an und entdeckte diesen schönen Porphyrstein", so der als Martin Luther Verkleidete.

"Die einstige Treppenstufe, an die 200 Jahre alt, tat mir leid und ich hatte den Gedanken, einen Gedenkstein daraus fertigen zu lassen." Die Steinmetzfirma Scheunert aus Stollberg übernahm diese Aufgabe, und die beiden Begründer des Wolkenburger Heimatvereins übergaben den Stein dem OB als Erinnerung an die 777-Jahr-Feier. Dabei erklang das "Muldentallied", welches nach dem zweiten Weltkrieg von einem Wolkenburger komponiert worden war.

Vorhaben stand auf der Kippe

Was damit zu einem guten Ende fand und symbolisch den alten mit dem neuen Ortskern verbinden soll, stand zwischenzeitlich auf der Kippe: "Wir hatten angenommen, dass das Grundstück der Pfarre gehört und es somit keine Probleme gibt", erinnert sich Kaminsky. "Eigentümer ist aber das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, welches den Abschnitt an die Stadt verpachtet hat."

Viele bürokratische Hindernisse galt es zu überwinden, und das Paar wollte bereits aufgeben: "Der Aufwand, den Stein aufzustellen, war größer, als ihn als Gedenkstein zu gestalten", blickt Reinhold Kaminsky zurück. Nun aber ist er an Ort und Stelle und soll künftige Generationen an das Jubiläum erinnern.



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