Fahrzeug-Schätze gehen wieder auf Tour

Klassik Enkeltochter Heike Müller fährt mit im 853er Horch

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Start und Ziel war am Zwickauer August Horch Museum. Foto: August Horch Museum

Zwickau. Gar nicht sonnenverwöhnt startete die diesjährige August Horch Klassik. Aber das tat der Vorfreude auf das "Mobilmachen" der Fahrzeug-Schätze keinen Abbruch. Als erstes Vorausfahrzeug startete Ralf Hornung von der Audi Tradition in einem Audi Imperator aus dem Jahre 1929. Beisitzer und Bordbuch-Leser war der Restaurator des noch einzig verbliebenen Exemplars dieses Typs, Peter Spillner.

Dass der Imperator trotz bereits 2003 abgeschlossener Restauration nur 2000 Kilometer auf dem Tacho hat, lässt darauf schließen, wie selten er bisher an einer Ausfahrt teilnehmen durfte. In Zwickau und Umgebung jedenfalls noch nie. Zusätzlich zu solchen Raritäten waren viele bereits gute Bekannte und treue Klassik-Teilnehmer, wie das Damen-Duo Laass auf einem Ford Rheinland (1933) oder Roland Beetz auf einem Horch 420 (1931) mit von der Partie. Kurz vor dem Hinrunden-Ziel, Schloss Moritzburg in Zeitz, ließ sich dann auch endlich die Sonne blicken, und das Mitfahren auf den herrschaftlichen hinteren Sitzreihen offener Wagentypen wurde angenehmer.

Es ist die 7. Klassik

Wie schon so manches Mal der inzwischen 7. Klassik ließ es sich die Enkeltochter des Namensgebers, Heike Müller, die noch immer im Mosel-Dorf Winningen - Horch's Geburtsort - lebt, nicht nehmen, in einem 853er Horch mitzufahren. Liebhaber von Fahrzeug-Veteranen sind wie eine große Familie. Das wurde schon beim Benzin-Gespräch am Abend zuvor, aber auch beim gemeinsamen Mittagessen im Zeitzer Schloss mit Kinderwagen-Museum deutlich.

Dort begrüßte ganz stilecht "August Horch" mit seinem Fräulein Hermine jeden einzelnen Teilnehmer. Ein Rendezvous mit der Vergangenheit hatten aber auch alle freundlichen "Wegelagerer", die, auf Klappstühlen sitzend, nicht müde wurden, die seltenen Zwei- und Vierräder zu bewinken und zu beklatschen.