Federzeichnungen zeigen, wie Werdau früher war

Ausstellung Gustav Eduard Benseler zeichnete die Gegend um Zwickau in den 20ern

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Museumsmitarbeiter Katrin Wendler zeigt die Zeichnungen, die zwischen 1925 und 1928 entstanden sind. Foto: Frenzel

Werdau. Unter dem Titel "Alt-Werdau" zeigt das Stadt- und Dampfmaschinenmuseum in Werdau eine besondere Foyer-Ausstellung. Dabei rücken knapp 60 originale Federzeichnungen, die aus der Hand von Gustav Eduard Benseler stammen, in den Mittelpunkt.

Sie stammen aus der Einlegemappe "Alt-Werdau", die sich seit 1928 im Besitz des Stadt- und Dampfmaschinenmuseums befindet, gestiftet vom Fabrikanten Ernst Schmelzer. Demnach scheint es sich um eine Auftragsarbeit zu handeln. Die Bilder entstanden zwischen 1925 und 1928. Sie sind alle signiert.

Über den Künstler ist nach Angaben von Stadt und Museum nicht mehr viel bekannt. Gustav Eduard Benseler wurde am 12. Oktober 1878 in Eisenach geboren. Am 2. Februar 1908 heiratete er in Grünhainichen bei Flöha die um ein Jahr ältere Helene Linna Philipp. Verstorben ist er am 1. Februar 1957 in Zwickau.

Er zeichnete im Gebiet um Zwickau Landschaftsbilder - meist mit einer Tuschfeder. Seine Bilder bestechen durch eine äußerst feine Strichführung und Detailtreue. Der Hauptnachlass befindet sich im Max-Pechstein-Museum in Zwickau. Das Museum in Werdau hat von Sonntag bis Donnerstag, jeweils von 10 bis 16 Uhr, geöffnet.