Feuerwehr-Chef zieht sich zurück

Feuerwehr Mike Wunderlich verlässt die Brandschützer aus Glauchau

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Glauchau. Mike Wunderlich beendet seine ehrenamtliche Tätigkeit bei der Freiwilligen Feuerwehr in Glauchau. Der 44-Jährige, der momentan amtierender Gemeindewehrleiter ist, trägt noch bis zur Wahl einer neuen Führungsspitze am 25. November die Verantwortung.

Danach wird er die Floriansjünger verlassen - aus persönlichen und privaten Gründen. Der Chef der Brandschützer in Glauchau verweist auf seine Situation. Er ist Vater eines Sohnes und Inhaber eines Handwerksbetriebes. "Da kann man sich nicht noch - quasi nebenbei - um eine Feuerwehr mit Technik im Millionenwert, rund 360 Mitgliedern und vielen schwierigen Einsätzen kümmern. Durch die Mehrfachbelastung bin ich immer wieder an Grenzen gestoßen", sagt Mike Wunderlich.

Aufgabenspektrum zu umfangreich

Er war neun Jahre als stellvertretender und ein Jahr als amtierender Gemeindewehrleiter verantwortlich. Wunderlich kommt zu der Einschätzung, dass sich eine Feuerwehr mit einer Größenordnung wie in Glauchau nicht auf ehrenamtlicher Basis führen lässt. Dafür sei das Aufgabenspektrum einfach zu umfangreich. Klare Worte findet Mike Wunderlich auch zum Innenleben der Freiwilligen Feuerwehr in Glauchau. "Es geht nicht gerade harmonisch zu. Es gab einen Generationenwechsel. Ein Teil hat die Chance zur Weiterbildung verpasst. Einige Jüngere besitzen momentan eine bessere Ausbildung als einige Ältere. Der Kameradschaftsgeist ist verloren gegangen. Es kommt immer wieder zu Spannungen. Hier muss jeder, der zur Feuerwehr gehört, an sich arbeiten", begründet Mike Wunderlich.

Er wird - nach dem Abschied aus der Feuerwehr - von Glauchau nach Dennheritz ziehen. Damit gibt er auch sein Mandat in der CDU-Fraktion des Stadtrates auf. Seit 2009 mischte Wunderlich in seiner Heimatstadt in der Kommunalpolitik mit.