Feuerwehr-Oldtimer für einen Euro verkauft

Stadtrat Verkauf geht zu einem symbolischen Preis über die Bühne

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Stefan Czarnecki darf drei Feuerwehr-Oldtimer verkaufen. Foto: Frenzel

Werdau. Die Stadträte haben grünes Licht gegeben: Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU) darf an den nächsten Tagen die Verträge für den Verkauf von drei historischen Feuerwehrfahrzeugen unterschrieben. Sie werden jeweils zum symbolischen Preis von einem Euro abgegeben. Die Autos kommen bereits seit mehreren Jahren nicht mehr zum Einsatz. Durch den Verkauf kann die Stadt rund 2000 Euro, die für die Unterhaltung anfallen, sparen.

Der Feuerwehrverein Werdau übernimmt die historische Drehleiter. Das Fahrzeug vom Typ Mercedes-Benz wurde erstmals am 1. Juli 1939 zugelassen - damit ist die Drehleiter seit fast 80 Jahren im Einsatz. Sie soll künftig in einer Lagerhalle in Werdau untergestellt werden.

Der Feuerwehrverein Leubnitz 1878 kümmert sich in Zukunft gleich um zwei Löschautos mit einer langen Tradition. Die Mitglieder können ein in den Horch-Werken gefertigtes Tanklöschfahrzeug, was erstmals 1957 zugelassen wurde, übernehmen. Zudem geht ein Löschgruppenfahrzeug, was aus dem Kraftfahrzeugwerk "Ernst Grube" in Werdau stammt, in den Bestand des Vereins über. Das Fahrzeug hat bereits mehr als 50 Jahre auf dem Buckel.

Die Stadträte haben dem Verkauf zum symbolischen Preis zugestimmt. Bei einer Versteigerung der Oldtimer würden sich wahrscheinlich höhere Preise erzielen lassen. Stefan Czarnecki schätzt aber hoch ein, dass "die Fahrzeuge zukünftig im Ehrenamt für die Stadt Werdau erhalten werden sollen". In den Verträgen ist eine Klausel enthalten, welche der Stadt ein Rückkaufrecht einräumt, wenn die Vereine die Autos nicht mehr unterhalten können oder aufgelöst werden müssen.

Die drei genannten Feuerwehr-Oldtimer kommen vor allem bei Festumzügen und Jubiläumsveranstaltungen in der Region zum Einsatz.