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Sachsen

Fische und Anwohner atmen auf

Umwelt Selbstloser Einsatz rettete Fisch- und Löschteich

Zwickau. 

Die Hitze der vergangenen Wochen blieb nicht ohne Auswirkungen in den verschiedensten Bereichen. Der Feuerwehrteich im Ortsteil Crossen hatte so wenig Wasser wie seit langem nicht mehr. Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen machten den Fischen stark zu schaffen. Ein fauliger Geruch stieg in die Nasen der Anwohner. Nach zahlreichen Telefonaten mit Wasserbehörde, Talsperrenverwaltung und der Stadt Zwickau, wusste Maren Überscher, eine der Anwohnerinnen, nicht mehr weiter. Keiner fühlt sich so richtig zuständig. Kurzerhand schreibt sie ihrem Bekannten und Stadtrat Michael Hillert, auch aus Crossen, eine Nachricht. Dieser wollte helfen. Schnell wurde die Nachricht, Freiwillige für die Reinigung des Teiches gesucht, per Telefon und Facebook weiterverbreitet. Und tatsächlich standen am Samstag um 8 Uhr nahezu 30 freiwillige Helfer am Teich. Michael Hillert spendete das fehlende Wasser und schlüpfte natürlich auch selbst in die Wathose. Mit Gummistiefeln, Handschuhen und Rechen ausgerüstet, machten sich die Helfer ans Werk. Dabei wurde eine Menge Unrat auf einen 7.5 Quadratmeter großen Container geladen. Die Helfer fischten etliche Flaschen, sogar Fahrradteile und ein verrostetes Messer sowie meterweise Angelschnur, Töpfe und eine Menge Holzstücke heraus. Übrig blieb ein etwas aufgewühltes Gewässer, welches von der Crossener Feuerwehr mit den gespendeten knapp 200 Kubikmetern Wasser wieder befüllt wurde.

Die spontane Aufräumaktion der Crossener hat sich gelohnt, nun können zahlreiche Fische und Anwohner wieder aufatmen. Manuela Patz aus dem Stadtteil meinte abschließend: "Die Stadtverwaltung war sicher froh über den selbstlosen Einsatz der Bürger und versprach die Übernahme der Entsorgungskosten.



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