Fit am Steuer bis ins hohe Alter

Verkehr Immer mehr ältere Autofahrer lassen sich von ihrem Hausarzt beraten

Sicher am Steuer unterwegs sein - das möchte jeder. Im Alter schleichen sich jedoch oft unbemerkt Beeinträchtigungen ein, die die Fahrtüchtigkeit beeinflussen können. Nachts sieht man nicht mehr so gut wie früher oder der Schulterblick fällt schwerer, weil die Beweglichkeit nachlässt. Immer mehr ältere Autofahrer nutzen deshalb die Chance, sich von ihrem Arzt beraten zu lassen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) unter Hausärzten in Deutschland.

Hausarzt als Anlaufstelle

"Der Hausarzt kennt die medizinische Vorgeschichte und weiß am besten über die Gesundheit Bescheid. Die Hausarztpraxis ist deshalb die ideale Anlaufstelle für eine Beratung und einen freiwilligen Check, bei dem die Fahrfitness auf den Prüfstand gestellt wird ", so DVR-Geschäftsführerin Ute Hammer. "Und das ohne viel Aufwand. Am besten, Senioren fragen einfach bei ihrer nächsten Untersuchung danach." Ein allgemeiner Check, den man alle zwei Jahre durchführen lassen kann, sei ein guter Anlass, um das Thema Fahrtüchtigkeit anzusprechen. Um die Fahrfitness zu beurteilen, sollten Hör- und Sehvermögen, Reaktionsgeschwindigkeit, Beweglichkeit sowie Herz, Leber und Nervensystem untersucht werden. Sollten bei der Untersuchung Einschränkungen festgestellt werden, fallen diese in der Regel unter die Schweigepflicht, und man kann vertraulich besprechen, ob und wie möglichen Einschränkungen entgegengewirkt werden kann.

Trainingsangebote nutzen

Um so lange wie möglich sicher mobil zu sein, empfiehlt es sich zudem, die persönlichen Fahrfähigkeiten von Zeit zu Zeit aufzufrischen und zu trainieren - etwa durch einige Fahrstunden oder ein Fahrsicherheitstraining - und das eigene Verhalten entsprechend anzupassen. Wer gesund ist, sich aber in manchen Situationen nicht mehr so sicher fühlt, muss das Autofahren nicht unbedingt komplett sein lassen. Oft genügt es, in bestimmten Situationen auf den Wagen zu verzichten. Bei langen Strecken kann es stressfreier sein, auf Bahn oder Bus umzusteigen.