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Flammstrahltechnik im Test

Straßenbau Gehwegplatten werden in dieser Woche mit Brenner bearbeitet

Rutschgefahr auf dem Zwickauer Domhof und in der Hauptstraße der Muldestadt. In den vergangenen Jahren kam wiederholt Kritik im Zwickauer Tiefbauamt an. Im genannten Bereich sollen einzelne Fußwegplatten bei Nässe glatt geworden sein. In dieser Woche testet nun das Amt mit der Flammstrahltechnik, um die Rutschfestigkeit zu verbessern. Die meisten Gehwegplatten weisen hier eigentlich eine gute Griffigkeit auf und sind wegen ihrer wenigen Fugen sehr gut begehbar, so jedenfalls die Meinung der Experten. Sie schränken jedoch ein, einzelne wenige Platten besitzen jedoch eine relativ glatte Oberfläche, die bei Schnee oder Regen für Fußgänger zum Problem werden können.

Da diese noch zu DDR-Zeiten in Beton verlegt wurden, wäre der Austausch sehr kosten- und zeitaufwendig. Eine im vergangenen Jahr durchgeführte Probestrahlung der Platten führte nicht zum gewünschten Erfolg, die Griffigkeit verbesserte sich nur unwesentlich. In dieser Woche erfolgt nun ein weiterer Versuch, die Oberfläche aufzurauen. Eine Firma aus Dippoldiswalde wird im Auftrag des Tiefbauamtes mit der Flammstrahltechnik die Platten bearbeiten.

Dazu wird die Oberfläche der Platten mit einem besenähnlichen Brenner überstrichen, wobei eine hohe Wärmestromdichte bis 3000 Grad Celsius erzeugt wird. Bei diesem Vorgang kommt es zu Temperaturspannungen in den oberflächennahen Schichten und in der Folge zu sogenannten Spratzungen. Sollte der Versuch positiv verlaufen, wird, entsprechend der Bereitstellung finanzieller Mittel, die Bearbeitung der Flächen auf den kompletten Domhof und die Hauptstraße noch in diesem oder Anfang des nächsten Jahres ausgedehnt.

Günther Männl (76)) meinte: "Ich beobachte das schon einige Jahre. Es wird Zeit, dass etwas getan wird." msz/mam



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