Fleißige Helfer unterstützen vor Ort

Aktion Geschenke werden aus der Region nach Rumänien gebracht

St. 

St. Egidien/Hohenstein-E. Mehrmals jährlich schickt die Rumänienhilfe Lichtenstein LKW mit Hilfsgüter nach Rumänien. Kurz nach Weihnachten gibt's traditionell noch einen zusätzlichen Transport, bei dem Geschenke nach Siebenbürgen, einen früher von deutschstämmigen Siedlern geprägten Landesteil, gebracht werden.

Päckchen für Benachteiligte

Diesmal waren es rund 130 Pakete, die in zwei Kleintransportern und einem PKW auf die Reise gingen. Sie wurden zuvor gezielt für Familien und Kinder gepackt. "Das Konzept, dass wir gezielt vor Ort helfen, kommt hier in Deutschland gut an. Wir bekommen viele Spenden und die Leute bringen uns großes Vertrauen entgegen", sagt Karlheinz Böhme von der Rumänienhilfe Lichtenstein, die Förderer und Unterstützer in der gesamten Region hat. Vor allem an bedürftige Familien aus der Minderheit der Sinti und Roma, die in Rumänien eine benachteiligte Volksgruppe sind, wurden die Geschenkpakete verteilt.

Menschen vor Ort helfen

Im Februar oder März soll wieder ein großer LKW auf die Reise gehen, denn in der Lagerhalle in St. Egidien stapeln sich noch viele Spendengüter. Sie werden in Rumänien teilweise auch für einen kleinen Obolus verkauft und die Erlöse finanzieren die Sozialstation in Jakobsdorf, die den Menschen vor Ort hilft. Damit sollen die Lebensbedingungen verbessert und die Flucht aus dem Land verhindert werden. Denn obwohl Rumänien zur Europäischen Union gehört und es insgesamt große Fortschritte im Land gibt, leben weiterhin vor allem die Sinti und Roma in großer Armut.