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Fotos erinnern an die Drehtage in Köln

Film Der Neu-Zwickauer Awedis Jokarian war als Bodyguard des Schahs im ARD-Zweiteiler "Medicus" zu sehen

Awedis Jokarian ist ein Mann wie ein Baum. Seiner imposanten Erscheinung - 1,98 Meter groß, muskulös und orientalisch aussehend – - hat er wohl seine Rolle im Kinofilm "Der Medicus", der am Montag und Dienstag als Zweiteiler in der ARD ausgestrahlt wurde, zu verdanken. „Ich wurde von der Produktionsfirma angerufen, die meine Seite auf einer Schauspielerplattform ausfindig gemacht hat“, sagt der 47-Jährige. Als einer der Bodyguards des Schahs (Olivier Martinez) gibt Awedis Jokarian eine respekteinflößende Figur ab, als der persische Schah in seinem Palast in Isfahan von dem weltberühmten Arzt Ibn Sina (Ben Kingsley) und dem jungen Medicus (Tom Payne) behandelt wird. An seine sieben Drehtage im Mai 2013 in den Kölner-Filmstudios erinnern Jokarian nun die Fotos mit drei Hauptdarstellern, aber auch mit einem ganzem Harem, die auf seiner Facebook-Seite zu sehen sind. „Ich habe eine sehr aufwendige Produktion mit prächtigen Kostümen und Kulissen erlebt und bin sehr froh, bei so einem großartigen Projekt dabei gewesen zu sein“, sagt Awedis Jokarian. In die Kinos kam der 150 Minuten lange Monumentalfilm nach der Buchvorlage von Noah Gordon am ersten Weihnachtstag 2013.

Mehr als drei Millionen Zuschauer haben den 26 Millionen Euro teuren Film in den Kinos gesehen. Die Fernsehversion von „Der Medicus“ ist sogar 30 Minuten länger. „Es war ganz interessant, den Film jetzt im Fernsehen zu sehen“, erzählt der gebürtige Libanese, der seit November 2013 in Zwickau wohnt. Der Sohn einer katholischen Libanesin und eines Armeniers spricht mehrere Sprachen – neben Französisch, Arabisch und Armenisch, die er perfekt beherrscht, verfügt er noch über hervorragende Englischkenntnisse. Sein Italienisch und Spanisch sind fließend. „An meinem Deutsch muss ich noch arbeiten“, sagt Jokarian, der als Fotomodel schon in seiner Geburtsstadt Beirut aber auch in Paris, London und Berlin gearbeitet hat. Seine ersten Filmerfahrungen sammelte Jokarian, der in Beirut hauptberuflich als Marketing-Experte gearbeitet hat, in Belgien – als Stand-Up-Comedian. Zuletzt stand er an der Seite von Jürgen Vogel und Moritz Bleibtreu im deutschen Psychothriller „Stereo“ vor der Kamera, der im Mai 2014 in den Kinos zu sehen war. lut