Freie Republik multimedial

Festival Zwickauer Schüler holen Hauptpreis bei der Visionale in Leipzig

Bei der Preisverleihung der Visionale Leipzig, des Medienwettbewerbs für Kinder und Jugendliche in ganz Sachsen, hatten die Vertreter des SAEK Zwickau am vergangenen Wochenende allen Grund zur Freude. In Zusammenarbeit mit dem Schulclub Schwarzenberg der AWO Erzgebirge war im vergangenen Jahr ein besonderes Projekt entstanden, bei dem die Jugendlichen eine multimediale Entdeckungstour durch die nach Ende des Zweiten Weltkriegs 42 Tage lang ohne amerikanische oder russische Besatzung gebliebenen 21 Dörfer und Städte der Region um Schwarzenberg inszenierten. Die Legendenbildung um die knapp anderthalb Monate in Eigenregie verwaltete "Freie Republik Schwarzenberg" bildete den mythischen Grundstoff für die Kurzfilme, Interviews und Video-Sound-Collagen, die die zwölf- bis achtzehnjährigen Schüler zu einer großen crossmedialen Nachzeichnung der Geschehnisse im Mai und Juni 1945 zusammenfügten. Die Jury des Visionale-Wettbewerbs 2015, der so namhafte Fachleute wie Sonja Ganguin, Professorin für Medienkompetenz- und Aneignungsforschung an der Universität Leipzig, oder Thomas Reiche, Entwicklungschef des multimedialen Kinder- und Jugendangebots des MDR, angehörten, vergab Preise in den Kategorien Video, Radio, Fotografie und Multimedia und kürte zwölf Preisträger aus den knapp 150 am Wettbewerb teilnehmenden Produktionen. Das vom SAEK-Zwickau unterstützte Projekt "Mythos Freie Republik Schwarzenberg" erhielt den Hauptpreis in der Kategorie "Multimedia".