Frisch aus dem Garten

Dekoration Baubetriebshof übernimmt Fällung

Seit dem Montag steht der Weihnachtsbaum auf dem Markt in Crimmitschau. Dabei handelt es sich um eine 15 Meter hohe Fichte, die vom Grundstück von Heidrun und Jürgen Friede an der Westbergstraße stammt. Mitarbeiter des Baubetriebshofes haben sich um die Fällung und - mit Einsatz eines Kranes - den Transport in die Innenstadt gekümmert. Den ungewöhnlichen Einsatz haben Heidrun und Jürgen Friede mit der Kamera festgehalten. "Bei mir gibt es ein lachendes und ein weinendes Auge", sagt Heidrun Friede. Auf der einen Seite freut sie sich, dass die Fichte in den nächsten Wochen noch einmal die Blicke von tausenden Besuchern in der Adventszeit auf sich ziehen wird. Auf der anderen Seite ist die 63-Jährige auch etwas traurig, dass die Familie einen beliebten Treffpunkt verliert. Unter der Fichte befand sich eine Rundbank aus Holz. Dort konnten sich Heidrun und Jürgen Friede mit Freunden zu einem kühlen Getränk treffen oder einfach nur den Mini-Konzerten der Vögel lauschen. Im Frühjahr soll durch einen (kleineren) Kugelbaum für Ersatz gesorgt werden. Die Fichte hat die Familie schon seit fast 30 Jahren begleitet. "Als wir Anfang der 1990-er Jahre hier eingezogen sind, haben wir den Baum mitgebracht und im Garten eingepflanzt. Er war damals maximal zwei Meter hoch", erinnert sich Jürgen Friede. Seitdem ist der Baum in die Höhe geschossen. Und damit haben auch die Sorgen zugenommen. "Die Fichte nimmt einfach zu viel Licht weg. Im Umfeld kann fast nichts mehr wachsen", sagt Jürgen Friede. Im Spätsommer hat die Stadtverwaltung die Weihnachtsbaum-Suche gestartet. Die Familie setzte sich mit den Verantwortlichen im Rathaus in Verbindung. Im Anschluss wurden der Baum und die Zufahrtsmöglichkeiten für die schwere Technik inspiziert. Dann kam die Mitteilung, dass der Friede-Baum für den Weihnachtsmarkt ausgewählt ist. "Damit gibt es für uns noch einen zusätzlichen Grund, um auf den Weihnachtsmarkt zu gehen", sagt Heidrun Friede.