Frühe Weihnachtsgeschenke für die Kunstsammlungen

kunst Werke von Ekkehart Rautenstrauch an Zwickauer Oberbürgermeisterin übergeben

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Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß freute sich über die Schenkung des Schweizer Sammlers Felix Stählin (r.), die durch die Vermittlung von Professor Walter Schnerring zustande kam. Foto: Ludmila Thiele

Zwickau. Es ist zwar noch nicht Weihnachten, trotzdem gab es am Montag Geschenke in den Zwickauer Kunstsammlungen. Übergeben wurden von dem Sammler Felix Stählin aus Basel an die Zwickauer Oberbürgermeisterin, Pia Findeiß, und die Leiterin der Zwickauer Kunstsammlungen, Petra Lewey, die Werke des gebürtigen Zwickauers Ekkehart Rautenstrauch.

Drei Werke zeihen in die Ausstellung ein

"Wir haben die Objekte vor zehn Jahren im Rahmen einer Ausstellungseröffnung erworben. Ich wollte die drei Einzelwerke und die drei 3D-Installationen sowie die DVD, die Ekkehart Rautenstrauch extra für meine Frau und mich angefertigt hat, eigentlich noch vor der Ausstellung in der Galerie am Domhof im August dieses Jahres seiner Geburtsstadt schenken, doch dann kam leider immer etwas dazwischen", erklärt der Schweizer. "Die Werke stammen aus den Jahren 2006 und 2007 und ich finde, sie gehören hierher."

Aufmerksam auf den Künstler, der seit 1968 bis zu seinem Tod im Jahr 2012 in Frankreich lebte, wurde das Sammlerpaar durch Professor Walter Schnerring, Studienkollege und Freund des Künstlers. Beide lernten sich an der Kunstakademie Stuttgart kennen und blieben bis zum Tod Rautenstrauchs eng befreundet. Schnerring, später Hochschullehrer für Kunstgeschichte, förderte den Künstler auch in Deutschland und begleitete viele seiner Ausstellungen.

Musik und Kunst vereint

Nun kommen durch Schnerrings Vermittlung die Werke von Ekkehart Rautenstrauch nach Zwickau. In seinen Arbeiten versuchte Ekkehart Rautenstrauch, Musik und Malerei zu vereinen. So wie sich Töne, Rhythmen und Klänge zu einem Klangraum fügen, so sollte auch in seiner Kunst mit Farben, Zeichen und Bewegung ein "Bildraum" entstehen. Gern arbeitete er auch mit dem Mittel der Stereoskopie, um ein virtuelles Raumerleben zu ermöglichen.