FSV: 0:4 Klatsche für Zwickau

Sport FSV nach Niederlage im Freitagabend-Spiel in Meppen in der Krise

FSV-Trainer Torsten Ziegner zeigt verzweifelt auf die Uhr. Die Zeit läuft ab. Foto: Ralph Koehler/propicture

Zwickau. Hängende Köpfe in Zwickau. Der Saisonstart ist für den FSV endgültig in die Hose gegangen. Am Freitagabend kassierte das Team von Torsten Ziegner eine 0:4 Niederlage beim Aufsteiger SV Meppen. Die Westsachsen bleiben damit auch nach dem fünften Spieltag der 3. Liga in der Spielzeit 2017/2018 weiter sieglos. Das Auftreten der Muldestädter erinnert dabei fatal an den Start in die vergangene Saison.

Allerdings begann die Partie für die Sachsen etwas unglücklich. Schon in der 2. Spielminute berührte der Zwickauer Ronny König im eigenen Strafraum den Ball mit der Hand und Schiedsrichter Michael Bacher zeigte sofort auf den Punkt. Thilo Leugers verwandelte vor 6.243 Zuschauern, darunter 210 Fans aus Zwickau, sicher zum 1:0. Damit war das Konzept der Zwickauer nur noch Makulatur.

Zwickauer bereits in der zweiten Spielminute entmutigt

Die Westsachsen versuchten es von nun ab mit hohen und weiten Bällen, die nichts einbrachten. Die Zuschauer sahen in der ersten Halbzeit über weite Strecken eine "langweilige" Begegnung. Erst zum Ende hin gab es eine weitere Drangphase der Emsländer, die diese auch prompt nutzten. Der gebürtige Magdeburger Benjamin Girth traf in der 44. Minute nach einer Ecke per Kopf zum 2:0. Das zaghafte Aufbäumen der Zwickauer nach der Pause fiel ernüchternd aus.

Sie waren zwar häufiger am Ball, konnten sich aber kaum durchsetzen. Trainer Torsten Ziegner versuchte es mit einem Doppelwechsel. Ronny Garbuschewski und Dimitrios Ferfelis kamen für Christian Mauersberger und Aykut Öztürk. Am Spielverlauf änderte sich nicht viel. Einen abgefälschten Fernschuss von Ferfelis hätte der lauernde König in der 67. Spielminute fast abstauben können, aber der ehemalige Zwickauer Marcel Gebers auf Meppener Seite köpfte das Leder seinem Torhüter Erik Domaschke in die Arme.

Auch ein Strategiewechsel brachte kein Tor ein

Gegen Spielende reduzierten die Sachsen ihre Viererabwehr-Kette zu einer Dreier-Kette. Dieses Risiko wurde nicht belohnt. Im Gegenteil. In der 77. Minute nutzte Girth einen Fehlpass von Brinkies, dann flankte Joker Haris Hyseni auf Joker Max Kremer, der in der 91. Minute per Kopf traf. Der einsetzende Regen passte zur Stimmungslage der Zwickauer, die Westsachsen kassierten die zweithöchste Niederlage seiner noch kurzen Drittliga-Geschichte.

Lediglich das 0:5 bei Hansa Rostock im September 2016 war noch deutlicher. Trainer Torsten Ziegner nach dem Spiel sichtlich betroffen: "Ich glaube, wir waren über 90 Minuten ohne echte Torchance. Der Elfmeter in der ersten Minute trug natürlich nicht dazu bei, dass die Mannschaft sicherer wurde. Wir sind extrem enttäuscht. Unser Plan ist nicht aufgegangen. Wir brauchen ein Aha-Erlebnis, das müssen wir uns erarbeiten."

Das fünfte sieglose Spiel in der Saison

Der FSV Zwickau hat in Meppen nicht nur eine Wende verpasst, sondern ist nach dem nun fünften sieglosen Spiel der Saison endgültig in die Krise geschlittert. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Am 27. August kommen die Würzburger Kickers in die Muldestadt. Anstoß im Zwickauer Stadion ist 14 Uhr.