Fünf Beispiele für eine gelungene Integration

Integra-Projekt Westsächsische Hochschule in Zwickau hat fünf Studenten ausgezeichnet

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Die Preisträger Nawras Hodaifa, Hazem Alyouzbashi, Radwan Kalash, Abdul Rahman Takleh und Basel Layla mit Rektor Prof. Karl Schwister (v.l.n.r.) Foto: WHZ

Zwickau. Fünf Studierende, alle als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen, wurden jetzt für ihre besonderen Leistungen im vergangenen Jahr ausgezeichnet. Die Flüchtlinge lernten im Rahmen des Integra-Projektes nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch die Besonderheiten der hiesigen Kultur kennen.

"Grammatik ist besser als Mathematik"

Der Rektor der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ), Prof. Karl Schwister, konnte die einmalige Prämie von jeweils 300 Euro, um die sich elf Studierende beworben hatten, an Nawras Hodaifa, Hazem Alyouzbashi, Radwan Kalash, Abdul Rahman Takleh und Basel Layla übergeben, sagte WHZ-Sprecherin Silke Dinger.

Für alle Teilnehmer gab es auch noch Buchgeschenke, die bei vielen mit ihrem künftigen Studium zu tun hatten. "Mathematik in 30 Sekunden" war bei den angehenden Informatikern und Wirtschaftsingenieuren der Renner.

Nawras Hodaifa bekam allerdings eine Lernkarte zu Präpositionen und ein Buch zu den deutschen Zeitformen. "Grammatik? Besser als Mathematik!", meinte der junge Mann mit einem Schmunzeln. Dass er sein Studium des Gesundheitsmanagements nicht ganz ohne Mathematik absolvieren können wird, ist ihm aber bewusst.

Integration bedeutet sich auszutauschen

Die Prorektorin für Internationales, Prof. Hui-fang Chiao, dankte nicht nur den Teilnehmern am Integra-Projekt. Sie lobte auch das große Engagement der WHZ-Mitarbeiter und Studierenden im Welcome-Projekt. Das Projekt zur Integration junger Flüchtlinge wird weitergeführt. Im neuen Semester soll es dann auch eine Theatergruppe geben.

"Was mir aber besonders gefällt, ist, dass unsere Integra-Teilnehmer inzwischen viel zurückgeben können. Sie betreuen andere, helfen als Übersetzer in Sprachprojekten und zwei von ihnen werden im International Office als studentische Hilfskräfte arbeiten. Vor einem Jahr war das alles noch undenkbar."