Für den Ernstfall besser vorbereitet

Schutz Landkreis schafft Notstromaggregat für Verwaltungszentrum

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Das neue Notstromaggregat für das Werdauer Verwaltungszentrum sorgte beim Entladen für einige Probleme. Foto: Thomas Michel

Werdau. Die Verantwortlichen aus dem Landratsamt und die zuständigen Leute des Schwerlasttransportes hatten sich das Aufstellen des neuen Notstromaggregates am Werdauer Verwaltungszentrum des Kreises wohl etwas einfacher vorgestellt. Vor Ort auf dem oberen Parkplatz des Behördensitzes waren die notwendigen Erdarbeiten pünktlich abgeschlossen worden, auch der nächtliche Transport des 61 Tonnen schweren Containers von Schkeuditz nach Werdau ging ohne Probleme über die Bühne.

Mit drei Stunden Verspätung hat es dann doch geklappt

Doch als der große Kran aufgebaut war, begannen die Schwierigkeiten. Das Notstromaggregat stand auf einem "ungeeigneten" Tieflader, wodurch der ursprüngliche Plan des Abladens noch einmal gründlich überdacht werden musste - verbunden mit einigem Zeitverzug. Die Transportfirma entschied sich am Ende für Umstellungen von Kran und Tieflader. Und weil einige Bäume mit ihren Kronen dem schwebenden Aggregat im Wege standen, kam noch eine größere Heckenschere zu Einsatz. Letzten Endes stand das Notstromaggregat mit knapp drei Stunden Verspätung an seinem neuen Standort. "Jetzt sind wir auf alle Eventualitäten vorbereitet", freute sich mit Thomas Wende der Leiter der Stabsstelle der Kreisverwaltung, die künftig im Falle eines flächendeckenden Stromausfalls trotzdem weiter voll arbeiten kann. Das 250.000 Euro teure Notstromaggregat zählt im Grunde noch zu den Nachwirkungen des Hochwassers vom Juni 2013, als die Stabsstelle noch in Glauchau ihren Sitz hatte.

72 Stunden Notstrom ist gesichert

Die Zwickauer Mulde hätte um ein Haar unter anderem ein Hochspannungswerk überflutet und auch in der Behörde die Lichter ausgeschaltet. Und weil das Notstromaggregat von einer Fremdfirma hätte geliefert und installiert werden müssen, wäre kostbare Zeit vergangen. "Wir sind damals mit einem blauen Auge davon gekommen", erinnerte sich Thomas Wende, der künftig keine derartigen Sorgen mehr zu haben braucht. Das neue Notstromaggregat reicht aus, um die Anlage 72 Stunden im Dauerbetrieb laufen zu lassen. Nach Angaben aus dem Landratsamt, soll das Gerät nach seiner Inbetriebnahme jeden Monat auf seine Funktionsfähigkeit überprüft werden. Die 230 Mitarbeiter des Verwaltungszentrums sollen davon nichts mitbekommen.