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Für Fußball-Funktionäre geht ein schweres Jahr zu Ende

Sport Lutz Seidel kann den weiteren Saisonverlauf nicht prognostizieren

Landkreis. 

Landkreis. Lutz Seidel aus dem Spielausschuss des Kreisverbandes Fußball-Zwickau schaut nicht nur auf ein kompliziertes Jahr zurück, sondern blickt auch auf ein vermutlich ähnlich schwieriges voraus. Die Corona-Pandemie hatte im Frühjahr sämtliche Spielpläne und Konzepte über den Haufen geworfen. An einen damals geäußerten Gedanken erinnert sich Seidel jetzt wieder. Er hatte vorgeschlagen, die abgebrochene Saison 2019/2020 nur pausieren zu lassen, um sie ab Ende 2020 oder Anfang 2021 zu Ende spielen zu können. "Zu dem Ansatz stehe ich noch", sagt Seidel. Jetzt im Dezember scheint klar, dass es so schnell keinen geordneten Spielbetrieb wieder geben wird und die Idee Seidels vielleicht gar nicht so schlecht ist. Nur sechs oder sieben Partien der neuen Saison konnten die meisten Teams im Frühherbst absolvieren. Da bedeutet, dass die Hinrunden der Saison allenfalls zur Hälfte geschafft sind. Zuletzt wurden Pläne der Verbände bekannt, im Frühjahr zumindest die Hinrunden fertig zu spielen und so zu Entscheidungen über Auf- und Abstiege zu kommen. Auch die Pokalwettbewerbe sollen ausgespielt werden.

Im Moment herrscht große Ungewissheit

"Problem ist aber auch dabei die absolute Ungewissheit, wann es wieder losgehen kann", betonte Seidel, der zwar in seiner Verbandslaufbahn schon mit Herausforderungen wie massenhaften Spielverlegungen durch Winterwetter zu tun hatte, aber natürlich nie mit einem Problem wie der Corona-Pandemie. Um zumindest die Hinrunde fertig spielen zu können, müsste der Ball etwa ab Mitte April wieder regulär rollen dürfen. Da aber auch mindestens vier Wochen Vorbereitung nötig sein werden, müsste bereits im März eine Freigabe der Sportstätten und die Erlaubnis des Amateursports erfolgen. Auf den Verband kommen allerlei organisatorische und rechtliche Herausforderungen zu, zum Beispiel wenn es um das Thema Spielerwechsel geht. "Das wird alles nicht ganz einfach", ist sich Seidel sicher. Doch die Hoffnung, dass die vielen Hobbykicker und der Nachwuchs im Frühjahr wieder auf den Platz dürfen, stirbt zuletzt.