Für "Golle" ist die Saison vorbei

Eishockey Eigengewächs muss sich Kreuzband-Operation unterziehen

Das ist ganz bitter: Für Erik Gollenbeck (20) ist die Saison bereits beendet. Der Mittelstürmer der Eispiraten Crimmitschau fällt nach einem Kreuzbandriss bis zum Frühjahr 2016 aus. Das Eigengewächs hat sich die Verletzung schon im Derby gegen Dresden zugezogen. In den letzten Wochen war "Golle" bei verschiedenen Medizinern. Dabei wurde diskutiert, ob er die Saison mit einer Spezialschiene beendet oder sich sofort einer Operation unterzieht. Gollenbeck entschied sich für die zweite Variante. "Das ist - mit Blick auf meine persönliche Zukunft - einfach die sicherste Lösung", sagt der Offensivmann, der sich nun schon zum zweiten Mal in seiner (jungen) Karriere am Kreuzband verletzt hat. Wie geht es seiner Psyche? Gollenbeck: "Ich muss den Kopf wieder hochnehmen. Die Unterstützung von Familie und Teamkollegen ist momentan ganz wichtig". Damit muss Trainer Chris Lee nun auf einen wichtigen Mosaikstein seiner Abteilung "Attacke" verzichten. Gollenbeck kam in acht Einsätzen auf einen Treffer und zwei Vorlage, war stark am Bullypunkt. "Die Nachricht tut weh. Erik hat in den letzten Wochen einen großen Sprung gemacht", sagt der Coach, der sich nun gemeinsam mit Sportchef Ronny Bauer auf der Suche nach einem Center mit einem deutschen Pass befindet. Das Problem: Vor der Länderspielpause, die im November eingelegt wird, gibt es wahrscheinlich kaum Bewegung auf dem deutschen Spielermarkt. Eine Rückkehr von Routinier Mark Kosick, der schon in der Saison 2010/11 für die Eispiraten im Einsatz war, ist kein Thema. Bauer: "Wir haben seinen Agent kontaktiert und die Nachricht erhalten, dass er seine Laufbahn beendet hat." Zuletzt ist auch der Versuch, Ex-DEL-Profi Francois Methot nach Westsachsen zu holen, gescheitert. Der 37-jährige Deutsch-Kanadier, der im Sommer seine Laufbahn nach mehr als 500-DEL-Spielen beendet hat, sollte aufgrund der angespannten Personalsituation in Crimmitschau aushelfen. "Das Engagement ließ sich nicht mit seinem Job in Verbindung bringen", sagt Bauer.