Gefängnisneubau deutlich teurer als geplant

Gemeinschaftsprojekt Neue JVA soll 2020 fertig sein

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Blick auf das Baugelände der zukünftigen JVA für Sachsen und Thüringen in Zwickau-Marienthal. Foto: msz / Reinhard Peter

Zwickau. Die Vorplanungsphase für den Neubau der Justizvollzugsanstalt in Zwickau ist abgeschlossen. Dies teilte das Sächsische Staatsministerium der Finanzen (SMF) in Dresden mit. Die Genehmigungsplanung soll bis zum kommenden April vorliegen. Die Gesamtkosten für den in Zwickau nicht unumstrittenen Bau werden nun mit 171,5 Millionen Euro angegeben, über 20 Millionen Euro mehr als zunächst angekündigt. Das Vorhaben ist ein Gemeinschaftsprojekt der Länder Sachsen und Thüringen. 2020 werde die Haftanstalt in Betrieb gehen, so heißt es aus Dresden.

Wie das Ministerium informiert, tagte die Baukommission für das Gemeinschaftsprojekt am 8. Dezember in Erfurt. Die Vorplanungsphase für den Neubau in Marienthal wurde dabei einvernehmlich abgeschlossen. Dabei sei deutlich geworden, dass der 2013 gesteckte Kostenrahmen von 150 Millionen Euro alles andere als ausreicht, um die Anforderungen an eine moderne Justizvollzugsanstalt zu erfüllen. Mit der jetzt beschlossenen Planung wurden die schon im Herbst revidierten Kosten bestätigt. Der neue Ansatz berücksichtigt die aktuell bekannten technischen und rechtlichen Entwicklungen sowie eine zwischenzeitlich eingetretene statistische Baupreissteigerung.

Das bisherige Planverfahren und die Maßnahmen zur Beräumung des Baufeldes auf dem alten RAW-Gelände seien wie gewünscht verlaufen, so das SMF. Der oberirdische Abbruch aller Gebäude ist beendet. Das gesamte Baufeld soll bis zum Frühjahr frei sein.