Geheimtest: Zwickau schlägt Lok!

Fußball Ziegner-Schützlinge siegen in Naunhof mit 2:1.

Trotz des Testspielcharakters gingen beide Teams engagiert zu Werke. Foto: Marcus Hengst

Naunhof. Wie schon im Vorjahr vereinbarten der FSV Zwickau und der 1. FC Lokomotive Leipzig einen freundschaftlichen Vergleich. Konnte damals der Viertligist aus Leipzig die Partie mit 2:1 in Eilenburg für sich entscheiden, drehte nun der Drittligist aus Zwickau den Spieß um.

Auf dem Kunstrasenplatz in Naunhof siegte das Team von Torsten Ziegner schmeichelhaft mit 2:1. Ein Doppelschlag in der Schlussphase egalisierte den Rückstand.

Reservisten sollten sich zeigen

Die Intention des Testspiels war für FSV-Coach Ziegner eindeutig: "Wir wollten die Partie nutzen, um vor allem unseren Akteuren aus der zweiten Reihe Spielpraxis zu geben." Für Heiko Scholz und seine Spieler ging es in erster Linie darum, endlich wieder aus dem Trainingstrott herauszukommen. So bestritten die Blau-Gelben aus der Messestadt in diesem Jahr erst ein einziges Ligaspiel - und das wurde mit 2:0 beim ZFC Meuselwitz verloren. Die Auswärtsspiele gegen Babelsberg und Luckenwalde sowie die Heimspiele gegen Fürstenwalde und Nordhausen fielen allesamt dem Wetter zu Opfer. Das Duell gegen den Drittligisten war entsprechend eine gute Vorbereitung auf die Liga.

Ausgeglichener erster Durchgang

Mit Göbel, Mauersberger, Öztürk, Frick, Miatke und Kapitän Wachsmuth liefen drittliga-erfahrene Akteure für den FSV über den künstlichen Rasen. Davon blieb Lok-Startelf unbeeindruckt - und hielt aggressiv dagegen. Durch gezieltes Pressing konnte man sich gute Chancen erarbeiten, von denen jedoch keine im Tor landete. Beim FSV sorgte einzig Öztürk für Torgefahr. Unterm Strich war folglich die erste Halbzeit ausgeglichen.

Pfeffer-Paukenschlag nach der Pause

Der zweite Durchgang war erst vier Minuten alt, da musste der Zwickauer Schlussmann Cichos den Ball aus dem Netz fischen. Verantwortlich dafür war der eingewechselte Pfeffer, der in der Folgezeit zusammen mit Watahiki und Berger die Lok-Angriffe bestimmte. So hatte Lorincak zwei Mal die Entscheidung auf dem Kopf. Dazu wurde - nach Vorlage von Pfeffer - ein Ziane-Abschluss vor der Linie geklärt. Garbuschewski und Tekerci, die gebracht wurden, blieben weitestgehend blass.

Doppelschlag drehte die Partie

In der 85. Minute blitzte das Potential von Garbuschewski kurzzeitig auf. Nach einem perfekt geschlagenen Eckball köpfte Kirchner zum schmeichelhaften Ausgleich ein. Lok stand bis zu diesem Zeitpunkt sicher, blieb aber unmittelbar nach dem 1:1 erneut unkonzentriert. Ferfelis nutzte das aus und schob eine Minute später zum glücklichen 2:1-Endstand ein.

Lösbare Aufgaben am Wochenende

Am Samstag gastiert Preußen Münster, die nach der Winterpause vier von sechs Spielen gewinnen konnten, beim FSV Zwickau. Das Team von Heiko Scholz muss am Sonntag zum FC Victoria 1889 Berlin reisen. Bei beiden Partien erfolgt 14 Uhr der Anpfiff.