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Gelebte Kanu-Geschichte in den Zwickauer Priesterhäusern

Objekt des Monats Siebenfacher Weltmeister im Wildwasserslalom präsentierte eine besondere Lampe

Zwickau. 

Zwickau. In den historischen Priesterhäusern stand am vergangenen Mittwoch eine Lampe aus dem Jahr 1960 als Objekt des Monats im Fokus des Begleitprogramms zur Sonderausstellung "Zwickau - Wiege des Wildwasserslaloms". Die Grubenlampe von Freimann & Wolf bekam der Initiator der Sonderausstellung, der siebenfache Weltmeister im Wildwasserslalom Günter Merkel (84) 1960 für den Sieg beim Internationalen Kanu-Slalom in Zwickau.

"Zwickau - Wiege des Wildwasserslaloms"

"Ich habe bis 1967 jedes Jahr mit meinem Bruder Manfred im Kanadier den Slalom in Zwickau gewonnen und habe dementsprechend acht Lampen bekommen. Sie sind alle elektrisch, aber nur die von 1960 liegt auf einem schönen Holzwappen, ab 1961 wurde es durch weiße Plaste ersetzt", erzählte der ehemalige Kanuter während der Führung, die eher einem Fachforum ähnelte, bei dem viel gefachsimpelt, aber auch gelacht und in Erinnerungen geschwelgt wurde. Denn unter den Besuchern der öffentlichen Führung befanden sich auch ausgesprochene Kanusport-Experten und selbst ehemalige Kanuter wie Bernd Wunderlich aus Glauchau und Herbert Illgen aus Zwickau.

Gelebte Geschichte

"Hier muss ich niemandem den Unterschied zwischen Kajak und Kanadier erklären", so Günter Merkel. Auch der Museumsmitarbeiter Daniel Jakob weiß inzwischen, dass die Kanuten im Kajak sitzend mit einer Doppelpaddel und im Kanadier knieend mit einer Stechpaddel für Fortbewegung sorgen.

Während sich der Museologe erst für die Sonderausstellung belesen musste, ist sie für die "alten" Sportskanonen vom Kanu-Club Zwickau und ihre Familien gelebte Geschichte. So kann sich beispielsweise Illgens Sohn Uwe (63) noch bestens an eine Kanufahrt mit dem in Zwickau geborenen Rudi Landgraf (1906 - 1994) erinnern, dem es zu verdanken war, dass an der Zwickauer Mulde ab 1972 ein Wildwasserkanal gebaut wurde. Dabei waren Herbert Illgen als Betriebsleiter des Bootshauses und seine Frau Christa als Objektleiterin unmittelbar beteiligt.



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