Gemeinsam gegen den Krebs

Initiative Spendenaktion in Glauchau bringt 750 Euro ein

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Kathrin Mohrholz (li.) freut sich über die Unterstützung von Bianca Bachmann und Matthias Pötzsch. Foto: Frenzel

Glauchau. Da gab es Applaus von den Erst- bis Viertklässlern aus der Internationalen Grundschule in Glauchau: Schulleiterin Bianca Bachmann übergab am Mittwochvormittag zwei Spendenschecks. Dadurch gehen 600 Euro an die Elterninitiative für krebskranke Kinder in Jena und 150 Euro an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (kurz: DKMS).

Das Geld wurde vor wenigen Tagen zum Tag der offenen Tür an der Bildungseinrichtung in Glauchau gesammelt. "Es ist ungewöhnlich, dass in Grundschulen bei Spendenaktionen so hohe Beträge zusammenkommen", freute sich Elterninitiative-Geschäftsführerin Katrin Mohrholz. Sie überbrachte den Schülern und Lehrern viele Grüße von Max Groß.

Der Siebenjährige lernt normalerweise in einer zweiten Klasse an der Grundschule. Momentan ist sein Platz im Klassenzimmer aber frei. Der Grund: Der Junge ist an Leukämie erkrankt und wird seit dem Beginn des Jahres im Universitätsklinikum in Jena behandelt.

Dadurch entstand an der Bildungseinrichtung die Idee zur Spendenaktion für Elterninitiative und DKMS. Durch die finanzielle Unterstützung können für die tapferen Patienten auf der Kinderkrebsstation verschiedene Aktionen organisiert werden. Die Palette reicht von Trommelworkshops bis zu kleinen Ausflügen.

Zudem bekommt jeder kleine Kämpfer eine Mutperlenkette. "Sie ist fast wie ein Tagebuch. Egal ob Spritze oder Chemotherapie. Danach gibt es für die kleinen Patienten eine Mutperle. Nach dem Abschluss der Behandlung sind die Mutperlen manchmal bis zu zwei Meter lang", sagte Katrin Mohrholz.

Sie machte deutlich, dass Max Groß die Mutperlenkette bei seiner Rückkehr an die Internationale Grundschule bestimmt stolz den Mitschülern präsentieren wird. Klassenlehrer Matthias Pötzsch berichtete, dass es eine enge Kommunikation mit den Lehrern am Universitätsklinikum in Jena gibt. "Die Abstimmung läuft sehr gut. Das Hauptaugenmerk gilt den Hauptfächern", sagte Matthias Pötzsch.

Über das Schicksal von Max Groß ist in den letzten Wochen bereits auf verschiedenen Kanälen berichtet worden. Er gehört zur Eishockey-Nachwuchsabteilung des ETC Crimmitschau. Fans aus Crimmitschau und vielen weiteren Vereinen in Deutschland starteten bereits Hilfsaktionen.