Generalverkehrsplan braucht eine Aktualisierung

Infrastruktur Eine gesunde Mischung für eine lebenswerte Stadt

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Auch diese gefährliche Kreuzung an der Chemnitzer Straße wird in dem Plan eine Rolle spielen. Foto:abu

Limbach-Oberfrohna . Der Generalverkehrsplan, über den die Große Kreisstadt verfügt, stammt in seiner jetzigen Form aus dem Jahre 1991. Nach der Wende war man eine der ersten Kommunen gewesen, die sich einen solchen zugelegt hatten. Die Rahmenbedingungen haben sich aber in den letzten 25 Jahren nicht zuletzt durch die Eingemeindungen, die vor allem um die Jahrtausendwende stattfanden, deutlich verändert. "Zudem müssen wir an die aktuelle Gewerbestruktur, die Logistik in der Innenstadt oder an solch neu entstandene Straßen wie den Ostring denken", erläuterte Jesko Vogel. Deshalb hat in dieser Woche der Stadtrat der Fortschreibung des Generalverkehrsplanes als Verkehrsleitplanung vorbehaltlich der gesicherten Finanzierung zugestimmt. "Sobald der neue Haushalt beschlossen ist, erfolgt eine Ausschreibung", so der OB weiter. "Wenn eine Vergabe des Auftrags im Frühjahr erfolgt, könnte der neue Plan in etwa zwei Jahren vorliegen." Vogel hat sich in anderen Kommunen informiert und weiß, dass bestimmte Planungsbüros auf solche Aufgaben spezialisiert sind. Damit die Kosten im Rahmen bleiben, wird ein Teil der Aufgaben auch von Mitarbeitern der Stadtverwaltung übernommen. Angedacht ist auch eine Arbeitsgruppe aus der Bevölkerung, an der sich alle Interessierten beteiligen können. Als Hauptziele sind langfristig die Reduktion des motorisierten Individual- und Durchgangsverkehrs sowie des Schwerverkehrs, aber auch eine Stärkung des Systems der öffentlichen Verkehrsmittel angedacht. Weiterhin soll das Radwegnetz entwickelt und die Innenstadt siedlungs- und nicht verkehrsorientiert belebt werden. Der Plan ist auf ungefähr zwanzig Jahre angelegt und soll in diesem Zeitrahmen die Verkehrssicherheit und gleiche Mobilitätschancen für alle bieten. Dazu gehört auch eine bedarfsorientierte, attraktive Straßenraum- und Stadtgestaltung. Im Blickpunkt werden ebenfalls große Hauptachsen wie beispielsweise die Weststraße, aber auch gefährliche Knotenpunkte wie an der Chemnitzer- (Foto) oder an der Georgstraße stehen. Angedacht sind zunächst 150.000 Euro, die in der Haushaltsplanung vorgesehen werden sollen.