Gerichtsverhandlung in der Aula

Demokratieerziehung Oberschüler aus Limbach-Oberfrohna probieren Rechtssprechung

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Das "Gericht" tagte in der Aula der Gerhart-Hauptmann-Oberschule. Foto: A. Büchner

Limbach-Oberfrohna . Schule ist laut dem sächsischen Bildungsministerium "ein Ort, an dem die demokratische, rechtliche und politische Bildung intensiv gefördert werden muss". In diesem Rahmen war die Gerhart-Hauptmann-Oberschule in der letzten Woche eine der 15 Transferschulen des Freistaates, die den "Umgang mit Wahrnehmung und Wahrheit" mittels einer simulierten Gerichtsverhandlung kennenlernen sollte.

Staatsanwalt unterstützt die Schule

Eingebettet in den Ethik- und Religionsunterricht waren die beiden sechsten Klassen dabei, Fallbeispiele im Rahmen einer Gerichtsverhandlung zu lösen. Die Klassenleiter und ihre Stellvertreter bekamen dabei fachkundige Unterstützung von Mark Ressel. Der Chemnitzer Staatsanwalt hatte den Kindern zunächst die verschiedenen Mitarbeiter des Gerichts näher vorgestellt, bevor die "Rollen" durch die Elf- und Zwölfjährigen besetzt wurden.

Dabei standen zwei schwerwiegende Behauptungen im Raum, die es zu belegen beziehungsweise zu widerlegen galt. "Die Kinder haben sich sehr viel aus dem Projekt mitnehmen können und haben es überwiegend positiv bewertet", schätzte Melanie Golz ein.

"Vor allem haben sie einen Blick dafür bekommen, dass man für seine Taten gerade stehen muss und wie schwierig es oft ist, die Wahrheit herauszufinden." Die Klassenleiterin der 6a bedauerte lediglich die geringe Vorbereitungszeit: "Nach zwei Stunden theoretischer Einführung fand die Verhandlung statt. Wir würden uns wünschen, dass man es bereits langfristig in den Unterricht integriert und den 'Gerichtstag' dann als großen Höhepunkt erleben lässt."