Gesamte Bahnstrecke im Kleinformat

Ausstellung Oberlungwitzer lassen Bahngeschichte weiterleben

Daniel Kirschstein am Modell des Güterbahnhofes Wüstenbrand. Foto: Markus Pfeifer

Wüstenbrand. Eine von vielen Bahnstrecken, die einst bedeutsam war, aber heute verschwunden ist, stellt die Strecke zwischen Wüstenbrand und Neuoelsnitz dar. Sie wurde 1858 eingeweiht und diente lange vor allem der Steinkohlebeförderung. Auch andere Güter und Personen wurden hier transportiert, doch ab Mitte der 1970er Jahre ging es bergab.

Kurz nach der Wende wurde 1990 der Personenverkehr eingestellt und seit 1996 fuhren auch keine Güterzüge mehr auf der Strecke, die nach der Jahrtausendwende offiziell stillgelegt und zurückgebaut wurde. Bei den Oberlungwitzer Modellbahnern lebt die Bahn aber im Kleinformat weiter. "Die Modulanlage hat 52 Teile", berichtet Daniel Kirschstein aus Reihen des Modellbahnzirkels Saxonia, der derzeit im Vereinshaus "Zur Post" an der Hofer Straße 36 ausstellt.

Bis ins Detail nachgebaut

Viele markante Gebäude am Rande der Strecke wurden detailliert nachgebaut. Nicht fehlen darf da auch der Wüstenbrander Güterbahnhof mit dem markanten Getreidespeicher. Die Anlage zeigt den Bahnbetrieb zu DDR-Zeiten, als hier viele Güter umgeschlagen wurden. Rollen mit Stahldraht, ein Verladekran, der einst unter anderem Maschinen der Oberlungwitzer Firma Lieberknecht hob und die typisch lackierten LKW der Spedition Gericke sind zu entdecken.

Eine Besonderheit des Güterbahnhofes war die Verladerampe für Panzer, die in der früheren Sowjetkaserne in Oberlungwitz repariert und auf Zügen transportiert wurden. In seiner aktuellen Ausstellung zeigt der Modellbahnzirkel vier weitere Gemeinschaftsanlagen. Die Ausstellung kann bis 3. Dezember besucht werden. Geöffnet ist wochentags von 16.30 bis 19 Uhr, am Wochenende von 10 bis 18 Uhr.