Geschnittene Kunstwerke in Wolkenburg

Ausstellung Arbeiten von Christa Bachmann und Kolleginnen zu sehen

Wolkenburg. 

Noch bis zum 5. Januar ist im Schloss Wolkenburg die Ausstellung "Erinnerungen - Scherenschnitte von Christa Bachmmann und Weggefährtinnen" zu sehen. Um die 60 Scherenschnitte sind dabei zu begutachten, die von der Limbacher Scherenschnittkünstlerin Christa Bachmann und ihren Mitstreiterinnen Ruth Keller, Johanne Müller, Gudrun Schmidt und Anne-Liese Krannich gefertigt wurden.

Christa Bachmann wäre in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden. Sie wurde in Limbach geboren, war von Beruf Lehrerin und kam als Jugendliche durch den Zwickauer Kunsterzieher Johannnes Dinter zum Hobby Scherenschnitt. Ab 1951 war Christa Bachmann als Lehrerin für Deutsch und Kunsterziehung tätig, vertiefte nebenbei aber weiter ihr Hobby. Lehrgänge folgten und 1962 schließlich die Gründung der Scherenschnittgruppe Chemnitz. Mit dieser wurde die Stadt in der Region zu einem Scherenschnittzentrum.

Arbeiten aus dieser Gruppe und aus dem Nachlass von Christa Bachmann, den ihr Sohn dem Museum für die Schau zur Verfügung stellte, sind jetzt in der Sonderausstellung im Schloss zu begutachten. "Man kann in den einzelnen Schnitten auch persönliche Handschriften der Frauen erkennen", sagt Museumsleiterin Barbara Wiegand.

Vielfältige Motive, auch aus der Region

Die Motive, die mit der Schere oder dem Messer geschnitten wurden, sind dabei sehr vielfältig: Von Landschaften, zum Beispiel einem Winter an der Limbacher Kellerwiese oder einer Stadtansicht in Oberfrohna, über Tiere, Blumen, volkstümliche Figuren oder Vasen bis hin zu einem detailgetreuen Benz-Dreiradwagen aus dem Jahr 1885 reichen die Kunstwerke der Frauen. "Eine besondere Rolle spielte offensichtlich das Motiv des Baumes", so Barbara Wiegand-Stempel. Ob in Form eines Lebensbaumes mit unzähligen Verästelungen, mit Zuckertüten für Kinder oder Bäume im Laufe der Jahreszeiten - teilweise wurden ganze Serien aus geschnittenen Bäumen angelegt.