Gibt es für den Besuchermagnet eine Zukunft?

Oldtimer Wirtschaftsminister Dulig schließt weiteres Ifa-Treffen auf Gelände aus

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Wohl zum letzten Mal präsentierten sich die IFA-Oldtimer auf der Westtrasse den Besuchern. Foto: Michel

Werdau. Hat das Werdauer IFA-Oldtimertreffen eine Zukunft oder nicht? Diese Frage bewegte am Wochenende sicherlich die große Mehrheit der über 10.000 Besucher, die sich die auf dem abgesperrten Abschnitt der Westtrasse zwischen den Abfahrten Leubnitzer Hauptstraße und Greizer Straße aufgereihten Fahrzeuge betrachteten und massig Fotos machten.

Unverständnis bei Organisatoren und Bürgermeister

"Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es diese Veranstaltung im kommenden Jahr hier nicht mehr geben soll", meinte beispielsweise Peter Ernst aus Werdau, der mit einigen Kollegen auf der Trasse unterwegs war und sich über den großen Zuspruch an Teilnehmern sowie Besuchern freute.

Sachsen Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) sieht das nach wie vor völlig anders. Für sein Ministerium ist die ab diesen Sommer durchgängig befahrbare Verbindung zwischen den Autobahnen A4 und A72 die drittwichtigste Staatsstraße und kann ab 2019 nicht mehr der Veranstaltungsort eines Oldtimertreffens sein.

"Wir haben in Werdau aber keinen alternativen Veranstaltungsort, wo wir eine durchgängige Versorgung mit Storm und Wasser gewährleistet kriegen", meinte mit Hans-Jürgen Beier der Cheforganisator des Oldtimertreffens aus dem Stadt- und Dampfmaschinenmuseum, der für dessen Zukunft vorerst keinen Plan hat. Auch Werdaus Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU) kann die Entscheidung des Wirtschaftsministeriums nicht verstehen.

Krönender Abschluss war Korso

Trotz der ungewissen Zukunft des Werdauer IFA-Oldtimertreffens wurde die dreitägige Veranstaltung am Wochenende wieder ein absolutes Highlight. Die Organisatoren zählten bis zum Sonntagmittag knapp 600 Fahrzeuge, die auf dem Westrassenabschnitt und dem benachbarten Areal des ehemaligen Kfz-Werkes in Reih' und Glied standen. Der krönende Abschluss war der Korso vom Veranstaltungsgelände durch die Werdauer Innenstadt bis vor das Rathaus auf den Marktplatz. An der Strecken standen hunderte Schaulustige