Glänzende Jagdwaffen aus Oederan

Unikate Karl Ramm stellt in mühevoller Handarbeit gefertigte neuhistorische Jagdutensilien aus

Oederan/Chemnitz. Rehe und Wildschweine streifen durchs Gebüsch, vornweg eine wilde Horde kleiner Frischlinge. Ein Mufflon schaut über den Zaun. Nein, wir sind nicht im Wald, sondern im Einkaufscenter Neefepark. Seit Mitte des Monats ist hier eine dem Thema "Wald, Wild und Natur" gewidmete Ausstellung zu sehen, an der auch mehrere Mittelsachsen beteiligt sind. Die Mobendorfer Pilzberaterin Sieglinde Schneider gab ihre Kenntnisse an die Besucher weiter, am heutigen Samstag werden ab 15 Uhr die Frankenberger Jagdhornbläser aufspielen. Am ersten Novemberwochenende wird Falkner Michael Löbel vom Schloss Augustusburg seine Vögel und deren Können in Chemnitz präsentieren.

Die Exponate des Oederaners Karl Ramm hingegen sind während der gesamten Zeit der Ausstellung - sie läuft noch bis zum 4. November - zu bewundern. In mehreren Vitrinen sind von ihm in mühevolle Handarbeit gefertigte neuhistorischen Jagdwaffen und Jagdutensilien zu sehen. Man konnte sie vor Jahresfrist teilweise schon im Oederaner Museum bewundern, so etwa einen Sauspieß und eine Praxe.

Neu ist eine hölzerne Ziehbank, deren Original im Depot der Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden zu finden ist. In vielen Stunden hat Karl Ramm das Gerät, das zum Spannen der Armbrüste verwendet wurde, originalgetreu nachgebaut. Immer konkretere Formen nimmt derweil eine Ausstellung an, die für das kommende Jahr im Schloss Rochlitz geplant ist. "Zunächst ist an ein Jahr gedacht, aber es könnte auch eine Dauerausstellung werden", so Karl Ramm.