Glasfasernetz in kommunalem Besitz

Breitband-Ausbau Stadtrat will Initiative starten

Zwickau . Um mit der Entwicklung in Sachen Internet Schritt zu halten, muss sich Zwickau etwas einfallen lassen. Davon gibt sich Stadtrat Bernd Rudolph überzeugt. Er ist parteiloses Mitglied der Fraktion der Linken und hat im September einen Antrag für eine neue Initiative zur Breitband-Versorgung für alle Haushalte auf den Weg gebracht. Der Antrag, der momentan im Wirtschaftsausschuss verhandelt wird, sieht zwei Projekte vor. Im ersten Schritt soll die Verwaltung beauftragt werden, die gegenwärtig verfügbaren Bandbreiten zu erfassen und statistisch auszuwerten. Um diese Daten zu verifizieren und nicht nur auf idealtypische Angaben angewiesen zu sein, soll in den kommenden Monaten auf der Website der Stadtverwaltung ein Messwerkzeug eingerichtet werden. Damit könne jeder Internet-Nutzer in Zwickau seine aktuelle Bandbreite testen.

Der zweite Schritt sieht eine Versorgung mit Glasfaserleitungen für alle Haushalte vor. Als Vorbild nennt Rudolph das Chemnitzer Modell von Eins Energie. "Dort wurde das Glasfasernetz ausgebaut und an die Telekom vermietet", erklärt er. Ein zukünftiges kommunales Netz für Zwickau könne beispielsweise als Sparte der ZEV geführt werden. Ein solches Vorhaben sei jedoch mit immensen Investitionen verbunden und nur langfristig realisierbar. "Das Thema ist wichtig für die ganze Stadt.

Ich denke, wir kommen bald zu einem fraktionsübergreifenden Antrag", sagt Rudolph.