Glauchau geht leer aus

Bewerbung Torgau bekommt Zuschlag

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Ernste Miene: Peter Dresler ärgert sich, dass es wieder nicht geklappt hat. Foto: Frenzel

Glauchau. Die Bewerbung von Glauchau um die Ausrichtung der Landesgartenschau war erneut nicht von Erfolg gekrönt. Die Ausstellung, die 2022 ansteht, wird in Torgau durchgeführt. Die Stadt aus Nordsachsen hat sich damit gegen Glauchau, Zwickau und Zwönitz durchgesetzt. Die Entscheidung hat das Kabinett in der letzten Woche auf Vorschlag einer Bewertungskommission, die in allen vier Bewerber-Städten war, unterbreitet. Als fairer Verlierer präsentiert sich Glauchaus Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos). Nachdem die Stadt an der Mulde schon für die Landesgartenschau, die 2019 stattfindet, Frankenberg den Vortritt lassen musste, schaut man nun erneut in die Röhre. "Glauchau gratuliert natürlich der Stadt Torgau zur Möglichkeit, die Landesgartenschau ausrichten zu können. Unsere Stadt hat sich sehr gut präsentiert. Ich bedanke mich bei allen, die daran beteiligt waren, für das Engagement", sagt Peter Dresler. Die Bewerbung von Glauchau stand unter dem Motto "Hang zum Grünen". Die Pläne sahen vor, dass in den nächsten Jahren der Gründelpark und Flächen im Wehrdigt für die Landesgartenschau aufpoliert werden sollen. Zudem waren die Hängenden Gärten als Bestandteil des Veranstaltungsgeländes eingeplant. Dafür sollten rund elf Millionen Euro investiert werden. Im Finanzplan wurde mit einem Zuschuss von rund 3,5 Millionen Euro vom Freistaat kalkuliert. "Eine Landesgartenschau bietet außergewöhnliche Chancen städtischer Entwicklung. Das sehen viele Städte so, weswegen es stets mehrere Bewerber um die Durchführung gibt. Die Vergabe ist deshalb auch ein Instrument der Landesentwicklung und wir können nicht überrascht sein, wenn dieses Instrument angewandt wird", sagt Peter Dresler. Der Rathauschef macht deutlich: "Enttäuscht dürfen wir nach der Entscheidung dennoch sein - wenn auch nicht für lange. Sonst wären wir ja nicht mit dem Herzen dabei".