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Glauchau hält an den Ortschaftsräten fest

Entschädigung Ortschefs bekommen mehr Geld

Glauchau. 

Glauchau. Im Haushaltsplan muss der Oberbürgermeister von Glauchau, Peter Dresler (parteilos), künftig mehr Geld für die ehrenamtliche Arbeit der Ortsvorsteher einplanen. Die Ausgaben belaufen sich dann auf 42.480 Euro pro Jahr. Zur Erinnerung: Bisher reichten 28.440 Euro pro Jahr aus. Die Erhöhung der Aufwandsentschädigung hat kürzlich der sächsische Landtag in Dresden entschieden.

Die Aufwandsentschädigung ist nach der Einwohnerzahl der Ortsteile gestaffelt. Sie erhöht sich beispielsweise beim Niederlungwitzer Ortsvorsteher Uwe Wanitschka von 468 Euro auf 840 Euro und beim Wernsdorfer Ortschef Andreas Winkler von 336 Euro auf 630 Euro.

Die Ortschaftsräte erfüllen wichtige politische und gesellschaftliche Aufgaben

Trotz der Mehrkosten, die auf die Stadtkasse zukommen, steht die Zukunft der Ortschaftsräte in Glauchau nicht zur Debatte. Das macht Timo Schade, persönlicher Referent des Oberbürgermeisters, deutlich: "Die Ortsvorsteher sind Vorsitzende des Ortschaftsrates und ständige Stellvertreter des Oberbürgermeisters beim Vollzug der Beschlüsse des Ortschaftsrates. Daneben gelten sie oft als erste Ansprechpartner für Anliegen von Bürgern in den Ortschaften. Sie erfüllen damit wichtige politische und gesellschaftliche Aufgaben."

Während der Gemeinderat in Mülsen - unter anderem durch die höhere Aufwandsentschädigung - die Abschaffung der Ortschaftsräte beschlossen hat, sollen die Einwohner in den sechs Ortsteilen von Glauchau im Mai 2019 wieder einen Ortschaftsrat wählen dürfen. "Änderungen sind nicht geplant", sagt Tim Schade. In Glauchau steht den Ortschaftsräten auch ein eigenes Budget für kleine Projekte zur Verfügung.