• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Glauchauer Pfarrer wechselt zur Polizei

Verabschiedung Der langjährige Pfarrer der Gemeinde beendet sein Amt

Glauchau. 

Glauchau. Matthias Große, seit elf Jahren Pfarrer in der Georgengemeinde ist, beendet sein Amt in Glauchau am Sonntag. Der Gottesdient zu seiner Verabschiedung findet ab 14 Uhr statt. "Aufgrund der aktuellen Situation kann es kein öffentlicher Gottesdienst sein", sagt der 46-Jährige. Denn entsprechend der aktuellen Corona-Bestimmungen dürfen nur 83 Personen in die große Kirche. Dabei handelt es sich um geladene Gäste und Kirchenvertreter. Im Sommer soll es laut Matthias Große aber noch einen Gottesdienst bei dann hoffentlich entspannter Situation geben, damit auch eine Verabschiedung von der Gemeinde möglich ist. Der Gottesdienst zu seiner Verabschiedung soll am Sonntag im Internet in einer Liveübertragung, die über die Internetseite www.kirche-glauchau.de und den Youtube-Kanal der Kirchgemeinde erreichbar ist, mitzuerleben sein.

Matthias Große sieht den Wechsel als Chance

Treffen werden ihn die Glauchauer vermutlich aber ohnehin auch künftig ab und zu. "Mein Wohnort bleibt Glauchau", sagt Große, der ab Montag für die Polizeidirektion Dresden im Bereich der Seelsorge arbeitet und außerdem bei der Landeskirche Sachsen den Bereich Notfallseelsorge koordinieren wird. Auf diesen Aufgaben freut er sich. Ein Wechsel sei eine Chance für ihn, aber auch für die Gemeinde, sagt der Pfarrer, der auch in Folge der Corona-Pandemie Veränderungen im Gemeindeleben erwartet. Von seinem Glauben und Gottvertrauen habe ihn die nun seit einem Jahr alles bestimmende Situation aber nicht abgebracht.

Die Pandemie und die Diskussionen über Maßnahmen wie Maskenpflicht und Kontaktbeschränkung sei aber definitiv eine Herausforderung auch für Kirchgemeinden, in denen es genauso unterschiedliche Meinungen gäbe wie in der gesamten Gesellschaft. "Christen sollen aber auf der Seite stehen, die nicht am lautesten schreit", sagt Große, fordert aber zugleich eine lebendige Diskussionskultur.



Prospekte