Großvermieter pflanzt neue Bäume in Hohenstein-Ernstthal

Debatte Für gefällte Bäume gibt es zumindest teilweise Ersatz

Hohenstein-Ernstthal. 

Hohenstein-Ernstthal. Die Wohnungsgenossenschaft Sachsenring hat in den vergangenen Tagen an verschiedenen Standorten Bäume pflanzen lassen. Unter anderem wurde an der Robert-Koch-Straße in Oberlungwitz gepflanzt, außerdem im Bereich von Ring- und Südstraße in Hohenstein-Ernstthal. Zudem wurden am neuen Parkplatz in der Fritz-Hecker-Siedlung Ersatzpflanzungen vorgenommen und auch in der Ernst-Thälmann-Siedlung kamen neue Bäume in den Boden.

Für die Bienen

Vor allem Linden, Kugelrobinien und Trompetenbäume wurden laut Bernd Felsner, Technischer Mitarbeiter der Wohnungsgenossenschaft gepflanzt. "Wir wählen bewusst blühende Arten aus, weil sie bienenfreundliche sein sollen", sagt Felsner, der auch angekündigte, dass es weitere Ersatzpflanzung für Bäume geben wird, die den letzten Stürmen zum Opfer gefallen sind. Auch eine Blumenwiese soll angelegt werden.

Anwohner sind geteilter Meinung

Felsner weiß aber, dass es mit dem Thema Naturschutz nicht so einfach ist. "Wenn Bäume gepflanzt werden, freuen sich Leute und andere schimpfen, weil ihnen irgendwann die Aussicht versperrt wird", beschreibt er das besondere Spannungsfeld, dem sich die Wohnungsgenossenschaft stellen muss. Genauso sei es bei der Rasenpflege. Wird das Gras höher, was für die Insekten wichtig wäre, gibt es schnell Beschwerden, dass es nicht ordentlich aussieht. Denn echte Naturschützer sind offenbar klar in der Unterzahl.

Einer von ihnen hatte kürzlich massive Kritik an Baumfällungen in der Ernst-Thälmann-Siedlung geäußert, wo zudem auch ein Nistkasten verschwunden sei. In diesem Zusammenhang wurde viel mehr Einsatz für den Klima- und Artenschutz gefordert, vor allem auch bei Großvermietern und Hauseigentümern.