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Hallen dienen als Notquartier

Flüchtlinge Landkreis Zwickau bereitet sich auf weiteren Ansturm vor

Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Westsachsen strömen, wird in den nächsten Monaten weiter zunehmen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat in seiner jüngsten Prognose angekündigt, dass bis zum Ende des Jahres mit der Ankunft von weiteren 1650 Asylbewerbern zu rechnen ist. Dem stehen - laut Statistik - nur 520 Abgänge gegenüber. Damit sind zum Jahreswechsel 2015/16 wahrscheinlich rund 2360 Asylsuchende im Landkreis Zwickau untergebracht. Als große Herausforderung gilt die Unterbringung der Flüchtlinge, die möglichst gleichmäßig auf das gesamte Kreisgebiet verteilt werden sollen.

Deshalb hat die Verwaltung des Landkreises Zwickau die Aufteilung des Areals in mehrere Sozialräume beschlossen. Während in Crimmitschau und in Werdau schon viele Asylbewerber aufgenommen worden sind, gibt es im nördlichen Bereich des Landkreises Zwickau noch Nachholbedarf. Dafür wurde nun auch ein Notfallplan entwickelt. Landkreis-Sprecherin Ilona Schilk bestätigt: "Für den Fall der Fälle, dass die Kapazitäten in den Gemeinschaftsunterkünften und Wohnprojekten zur Unterbringung von Asylbewerbern erschöpft sind und dringend Unterkünfte benötigt werden, sind Sporthallen als mögliche Notunterkünfte in den Fokus gerückt." Das betrifft aktuell das Sportzentrum in Lichtenstein und die Sporthalle des Beruflichen Schulzentrums in Limbach-Oberfrohna. In einer Sporthalle können bis zu 100 Asylbewerber zeitweilig unterkommen. Mit einer Vorlaufzeit von vier bis sechs Wochen soll die Halle dann mittels Trockenbau in kleine Parzellen unterteilt werden. "Der genaue Ablauf des Szenariums ist noch in der Planungsphase", sagt Ilona Schilk. In anderen Städten des Freistaates mussten ebenfalls schon Sporthallen zu Notunterkünften umfunktioniert werden.



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