Handballdamen verschenken einen Punkt

2. Bundesliga BSV Sachsen Zwickau spielt 23:23 gegen Halle

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Foto: imagean/iStockphoto

Zwickau. Die Handballdamen des BSV Sachsen Zwickau befinden sich weiter im Aufwind. Nach einer desaströsen Hinrunde sammeln die Schützlinge der Trainerin Corina Cupcea weiter fleißig Punkte für den Klassenerhalt.

Beim Heimspiel gegen SV Union Halle-Neustadt trotzten die BSV-Mädels dem klar favorisierten Tabellendritten ein 23:23-Unentschieden ab. "Wir können mit dem Punkt leben, wenn vielleicht auch mehr für uns drin war", kommentierte Katarina Pavlova das Remis. Die Kroatin in Zwickauer Diensten war mit fünf Toren die erfolgreichste Werferin beim Gastgeber. Der BSV Sachsen ergriff vor 530 Zuschauern in der Sporthalle Neuplanitz sofort die Initiative und legte bis zum 5:4 immer ein Tor vor.

Dann drehten die Gäste aus der Saalestadt den Spieß um und lagen plötzlich mit 8:10 vorn. "Das war ein Warnsignal für uns. Da ging ein Ruck durch die Mannschaft und mit vier Toren in Folge konnten wir für die 12:10-Pausenführung sorgen", freute sich Pavlova über den Zwischenspurt. In der zweiten Halbzeit lag der Gastgeber ständig mit zwei oder drei Toren in Front und sah sieben Minuten vor Spielende beim 23:20 wie der Sieger aus. Doch zum Schluss schlich sich bei den Zwickauerinnen eine Ladehemmung ein. Es sollte kein Tor mehr gelingen, während die Gäste aus Halle noch dreimal einnetzten, davon fielen zwei Treffer durch umstrittene Siebenmeter.

Die Zuschauer quittierten die Entscheidungen der Schiedsrichter, die wie das Gästeteam aus Sachsen-Anhalt kamen, mit "Schieber"-Rufen. "Vor dem Anpfiff hätten wir einen Punkt unterschrieben. Doch nach dem Spielverlauf haben wir den Sieg verschenkt", ärgerte sich Pavlova. Das nächste Punktspiel bestreitet der BSV Sachsen Zwickau am 7. April in der Sporthalle Neuplanitz gegen die HSG Hannover-Bodenstadt.