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Handgemacht und authentisch

Puppentheater Für das Weihnachtsmärchen "Hänsel und Gretel" wurde ein internationales Team engagiert

Zwickau. 

Zwickau. Wer das Märchen "Hänsel und Gretel" neu entdecken möchte, sollte sich das neue Stück des Zwickauer Puppentheaters ansehen. Wer dabei das obligatorische "Knusper, knusper Knäuschen" erwartet, wird überrascht sein, wie gut es dem Märchen tut, einmal auf das Gewohnte zu verzichten. Der Regisseur Alexei Leliavski entführt die Besucher ins finstere Mittelalter, in die Zeit der großen Hungersnot (1315-1317), in der die Wurzeln des erstmals 1812 veröffentlichten Märchens der Gebrüder Grimm liegen.

Naturmaterialien schmücken die Figuren

Mit historischem Fachwissen und handwerklichem Können kreierte Liudmila Skitovich eine authentische Mittelalterwelt, die alles andere als farbenfroh war. Leinen ist der Stoff der Zeit, in diesen hat sie alle Puppen gekleidet. Alles ist sehr aufwändig handgemacht. Benutzt hat die Ausstatterin nur Naturmaterialien und -farben. Angefertigt hat sie alle Puppen in Minsk, wo sie am Theater fest engagiert ist. Alexei Leliavski ist dort seit 1986 Künstlerischer Leiter. Der 61-Jährige arbeitet seit 1979 als Regisseur. 2016 gewann er die "Goldene Maske" in Moskau, die als "Oscar" der Puppentheater gilt.

Weißrussische Talente zu Gast

Zwickaus Puppentheaterdirektorin Monika Gerboc, die künstlerisch gern über den Tellerrand schaut, gewann den international viel beschäftigten Weißrussen für das Märchen in Zwickau. Neben der eigenen Ausstatterin hat Leliavski noch den weißrussischen Komponisten Leonid Pavlenok engagiert, der mit seiner Musik das poetisch-allegorisch inszenierte Märchen bereichert und leichtfüßig stimmt. Denn die Kinder bleiben zu allen Zeiten Kinder und haben Flausen im Kopf. So wird auch viel gelacht und mitgefiebert bei einem rund einstündigen Märchen, in dem kaum Worte fallen und alle drei Puppenspieler (Sabine Weitzel, Detlef Plath und Clemens Nöbel) brillieren.

Das Puppenspiel ist nochmals am 1., 9., 15., 22. und 23. Dezember sowie 13. und 14. Januar in der "Neuen Welt" zu sehen.



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