Hat das IFA-Oldtimertreffen eine Zukunft?

Bilanz Die 20. Auflage der Traditionsveranstaltung hat dickes Minus eingefahren

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Die Zukunft des Treffens der IFA-Oldtimer war jetzt erstmals ein offizielles Thema im Werdauer Stadtrat. Foto: Thomas Michel

Werdau. Offiziell sollte das diesjährige Treffen der IFA-Oldtimer das letzte seiner Art sein. "20 ist eine runde Zahl und die Probleme mit der Organisation werden ja auch nicht kleiner", hatte Hans-Jürgen Beier, Chef des gastgebenden Stadt- und Dampfmaschinenmuseums, am letzten Apriltag auf der Westtrasse das endgültige Aus der Traditionsveranstaltung kommentiert.

Doch die wenigsten der Teilnehmer an diesem Oldtimertreffen sowie viele Besucher wollten die Entscheidung einfach hinnehmen, was bereits unmittelbar nach der 20. Ausgabe des Events zu großen Debatten führte. In denen fand sich plötzlich auch Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) wider, der die im kommenden Jahr durchgehend befahrbare Westtrasse eher als Straße statt als Parkplatz sehen will.

Trotz Minus kämpfen die Stadträte um die Veranstaltung

In der vergangenen Woche stand die Zukunft des Oldtimertreffens erstmals offiziell auch auf der Tagesordnung des Werdauer Stadtrates, vor dem Hans-Jürgen Beier zunächst eine ernüchternde Rechnung präsentierte: In Jubiläumsjahr hat das IFA-Oldtimertreffen ein Minus von mehr als 43.000 Euro eingefahren.

Dennoch wollten die Stadträte die Zukunft der Veranstaltung nicht einfach abhaken. "Das ist keine Arbeit der Verwaltung, wir als Stadträte müssen uns einig werden", betonte Bernd Gerber (Freie Wähler). Derweil wollte Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU) das Oldtimertreffen auch künftig ausschließlich auf der Westtrasse sehen, was zumindest im kommenden Jahr noch einmal möglich wäre.