Hauptsache im Trockenen

Nacht der Museen Zwickauer nutzten Schauer für längere Aufenthalte

Die Vorfreude war groß. Die Organisatoren hatten sich interessante Dinge einfallen lassen und alles für einen unterhaltsamen Abend gerichtet. Wie gewohnt, lockte die Zwickauer Museumsnacht anfangs erneut Tausende auf die Straßen sowie in die Museen und Einrichtungen der Stadt. Bereits vor 18 Uhr klopften unzählige Männer, Frauen und Kinder an die Tore und begehrten Einlass oder schlenderten bei trockenem Wetter durch die Stadt. Das änderte sich allerdings schlagartig gegen 20 Uhr. Von da an goss es wie aus Gießkannen vom Himmel und der ursprüngliche Plan vieler war nur noch Makulatur. Fast jeder blieb, wo er gerade war. "Hauptsache im Trockenen" hieß es jetzt. Das hatte auch seine Vorteile, die Vortragenden in den einzelnen Institutionen wurden von kommenden und gehenden Gästen kaum gestört. Lediglich in den Priesterhäusern reichten die vorbereiteten 150 Portionen der historischen Haus-Suppe anstelle von zwei nur eine Stunde. Bei Lutz H. Mahnke in der Ratsschulbibliothek saßen die Zuhörer dicht gedrängt und lauschten seinem Vortrag über witzige Funde aus aller Welt. Das buchstäblich große Los hatten die Kinder im Theater Plauen-Zwickau gezogen. Theaterpädagoge Silvio Handrick hatte ein dickes Buch mit vielen lustigen Bastel-Ideen und entsprechendes Material mitgebracht. Im oberen Foyer wurden Sockenpuppen gebastelt. Die Jungen und Mädchen waren begeistert bei der Sache. Auch Jasmin Händel (7) war mit ihrer Oma Ulricke (63) hier gelandet. Die Kleine freute sich und zeigte auf ihre Puppe: "Eigentlich wollten wir noch ein paar Häuser weitergehen, aber so ist es auch ganz schön und nass bin ich auch nicht mehr." Die Museumsnacht verlief für viele nicht ganz so wie geplant, aber für fast alle wurde ein erlebnisreiches Happyend daraus. msz