Heimspiel für Haubolds "Haubitze"

Wettbewerb Lauterbacher Seifenkistenrennen lockt viele Zuschauer an den Schänkenberg

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Für das Team Haubold war das Lauterbacher Seifenkistenrennen ein echtes Heimspiel. Foto: Thomas Michel

Lauterbach. Max und Franz Haubold hatten im Fahrerlager oberhalb des Lauterbacher Schänkenberges keinen besonderen Platz. Schließlich wohnen die Brüder im Neukirchener Ortsteil gleich um die Ecke, sodass es bei einem Notfall an ihrer "Haubitze" sowieso ziemlich schnell gegangen wäre.

Die Haubolds waren am Samstag zum Seifenkistenrennen des Lauterbacher Landlustvereins im Feld der 42 Teams die einzigen Starter aus dem Dorf. "Unsere Kiste ist vielleicht nicht mehr das neuste Modell, aber wir fahren hier auch nur aus Spaß mit", sagte Max Haubold, der kurz zuvor mit seinem Bruder an dem deutschlandweit einzigen Seifenkistenrennen-Wertungslauf mit einem Boxenstopp teilgenommen hatte.

Teilnehmer kamen teils von weit her

Im Gegensatz zu den Haubold-Brüdern waren die meisten Starter des international besetzten Felder - drei Teams kamen aus Tschechien - im Rahmen des Mittel-Deutschland-Cups (MDC) in Lauterbach unterwegs. Dabei hatte Frank Lützenberg aus dem thüringischen Posterstein alle Hände voll zu tun.

Immerhin hatte der 67-Jährige bei seinem ersten Gastspiel am Schänkenberg als Doppelstarter gemeldet. Und mit seinen beiden "Kisten" sorgte der Thüringer bei den vielen Zuschauern in der Gasthof-Kurve für einiges Aufsehen. Sein Silberpfeil beispielsweise erinnerte an die großen Motorsportzeiten der einstigen Zwickauer Autounion, mit seiner Lokomotive "Emma" war der Postersteiner ein heißer Kandidat für die Auszeichnung des spektakulärsten Vehikels der Veranstaltung.

"Ich fahre seit zehn Jahren regelmäßig bei acht bis zehn Veranstaltungen, wobei es mir nicht um die Geschwindigkeit, sondern um den Spaß geht", betonte Frank Lützenberg, für den nicht nur der Lauf mit dem Boxenstopp neu war.