• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Helfen ist eine Herzenssache

Engagement Culitzscher kümmert sich seit 20 Jahren um Tschernobyl-Kinder

Culitzsch. 

Culitzsch. Seit 20 Jahren dreht sich ein Großteil des Lebens von Karl Heinz Pätzold um Hilfe für die Kinder von Tschernobyl, die mit den Folgen der Reaktorkatastrophe leben müssen. Unermüdlich sammelt der 68-Jährige für sie Kleider, Spielsachen, Süßigkeiten und Geldspenden.

Angefangen hat alles im Jahre 1999. Damals wandte sich Fernsehmoderator Peter Escher mit einem Aufruf an die Zuschauer. Ein Mann aus Riesa suchte einen Fahrer für einen Hilfstransport zu Kinderheimen in Weißrussland. Karl Heinz Pätzold räumte sich kaum eine Chance ein, rief aber nach gut drei Wochen trotzdem an. "Ich war der erste, der sich überhaupt gemeldet hatte. Wir trafen uns, die Chemie stimmte sofort und wenige Wochen später machten wir uns auf die Reise", erinnert er sich.

Dankbarkeit und Herzlichkeit ist eine große Belohnung

Was der Culitzscher auf dieser Tour erlebt, prägte sein weiteres Leben. Inzwischen war er mehrmals in der Region Tschernobyl und unterstützte auch Kinder, die in Deutschland einen Erholungsurlaub verbrachten. An Aufhören verschwendet er keine Gedanken. "Wenn du einmal damit angefangen hast, kommst du nicht wieder los. Und dann sind da noch die glücklichen Blicke der Kinder, die eine so ehrliche Dankbarkeit und Herzlichkeit zum Ausdruck bringen, wie man sie nur selten erlebt."

Nur schwer sei die Not der Menschen in der Region um Tschernobyl zu beschreiben. "Speziell in den Dörfern herrscht eine kaum vorstellbare Armut. Oft ist nicht einmal Geld für dringend benötigte Medikamente vorhanden. Da geht es um solche für uns in Deutschland selbstverständliche Sachen wie Wurmmittel, Präparate gegen Läuse oder Diabetes-Teststreifen." Deshalb habe er bei seinen Hilfsreisen vermehrt Geld mit dabei. Damit kann er die benötigten Dinge nach Möglichkeit an Ort und Stelle kaufen.



Prospekte