Helfer setzen auf Integration

Änderung Sabine Löhmer übernimmt die Verantwortung

In Werdau hat sich ein neuer Helferkreis gebildet, der sich um die Unterstützung der Flüchtlinge und Asylbewerber kümmern wird. Den Vorsitz dafür übernimmt mit Sabine Löhmer die Ortsvorsteherin von Langenhessen. In sechs Arbeitsgruppen sollen Projekte zur Integration vorbereitet werden. Sie kümmern sich um die Themen Patenschaften und Vereinsarbeit, Hausaufgaben und Deutschkurse, Geld- und Sachspenden, Dolmetscherdienste, Begegnungstreffen sowie Wohnen und Arbeit. Das Ziel ist klar: Die Leute, die sich in Werdau ehrenamtlich engagieren, setzen auf Hilfe zur Selbsthilfe.

Hohe Priorität besitzt zunächst die Suche nach der passenden Lokalität für ein möglichst zentrales Begegnungszentrum. Von dort aus soll die Hilfe koordiniert und Veranstaltungen angeboten werden. Einwohner, die sich gern aktiv einbringen würden, können sich per Internet unter der Adresse helferkreis@werdau.net melden. Zudem gibt es Formulare für Helfer an der Stadtinformation und in den Pfarrämtern.

Bisher hat sich der ökumenische Arbeitskreis um die Integration der Flüchtlinge und Asylbewerber gekümmert. Dafür wurde das Team um die 83-jährige Marianne Hertel zu Beginn des Jahres mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet. "Die in den letzten Monaten rasant angestiegene Zahl von Flüchtlingen und Asylbewerbern brachte die ehrenamtlichen Helfer jedoch zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen", sagt Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU), der sich deshalb in der letzten Woche mit 30 Vertreter von Vereinen, Kirchen und Organisationen getroffen und die Gründung des neuen Helferkreises initiiert hat. In diesem Jahr wird in Werdau mit der Ankunft von rund 100 weiteren Flüchtlingen gerechnet.