Helferkreis stellt Kontakte her

Interview mit Koordinatorin Sabine Löhmer

Die Verantwortung für den Helferkreis, der sich um die Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern kümmert, trägt Sabine Löhmer. Sie hat in Werdau die ehrenamtliche Aufgabe als Koordinatorin übernommen. Blick-Reporter Holger Frenzel traf sich mit Sabine Löhmer zum Interview.

Warum haben Sie die Aufgabe als Koordinatorin übernommen?

Es muss Leute geben, die die Initiative ergreifen. Auch als "kleine" Kommunalpolitikerin (Anmerkung der Redaktion: Sabine Löhmer ist Ortsvorsteherin von Langenhessen) kann man etwas bewegen. Viele Einwohner wollen gern helfen. Wir können motivieren und die entsprechenden Verbindungen herstellen, damit die Hilfe ankommt.

Welche Schwerpunkte gibt es momentan?

Wir kümmern uns um die Vorbereitung eines Helfertreffens, was am 23. November stattfindet. Dafür haben sich bereits 60 Teilnehmer gemeldet. Zudem steht die Organisation von Deutsch als Fremdsprachenunterricht an. Dafür kann die Stadt die entsprechenden Finanzmittel abrufen. Wir befinden uns zudem auf der Suche nach einem Raum, in dem wir Sach- und Kleiderspenden sammeln und verteilen können. Zudem sollen "Tandems" gebildet werden, damit Einwohner aus Werdau und Umgebung und Flüchtlinge gemeinsam verschiedene Aktivitäten starten können. Ganz klar: Dabei soll für alle Beteiligten der Spaß im Vordergrund stehen.

Warme Decken. Sie stehen ganz oben auf der Bedarfsliste. Alle anderen Sach- und Kleiderspenden können per Mail angeboten werden. Wir würden sie - durch die derzeit begrenzten Lagermöglichkeiten - dann nach Bedarf abrufen.

Welche Reaktionen haben Sie bisher auf ihre Tätigkeit als Helferkreis-Koordinatorin erhalten?

Die Meinungsäußerungen waren bisher durchweg positiv. Ich hoffe, dass bleibt auch so.