Heute wurde in Zwickau an ein tragisches Ereignis erinnert

Unglück Gedenken für die Opfer der Grubenkatastrophe

Foto: Reinhardt Peter

Zwickau. Zum 57. Mal jährte sich am Mittwoch eine der furchtbarsten Katastrophen, die sich tief ins kollektive Gedächtnis der Stadt Zwickau und ihrer Bewohner eingeprägt hat. Am Gedenkstein auf dem Hauptfriedhof fand aus diesem Anlass am Morgen des 22. Februar ein stilles Gedenken für die Opfer des Grubenunglücks statt.

Mitglieder des Steinkohlenbergbauvereins Zwickau und Bürgermeisterin Kathrin Köhler sowie Alt-Oberbürgermeister Rainer Eichhorn legten einen Kranz ab. Mit dem stillen Gedenken wurde zugleich an alle Bergleute erinnert, die im Zwickauer Steinkohlenrevier ums Leben kamen. Der Gedenkstein auf dem Hauptfriedhof erinnert an die Grubenkatastrophe. Die furchtbare Katastrophe führte in den Folgejahren zu den abwegigsten Spekulationen um die Ereignisse. Die meisten Beteiligten haben ihr Wissen bereits mit ins Grab genommen.

Damals, am 22. Februar 1960 ereignete sich gegen 8.20 Uhr eine Grubenexplosion im Schacht I des Steinkohlewerkes "Karl Marx". 178 Kumpel waren vom Feuer eingeschlossen. Insgesamt 123 Menschen sind bei der Arbeit unter Tage ums Leben gekommen. Erstmals läuten aus diesem Anlass in der Zeit von 10 Uhr bis 10.15 Uhr die Zwickauer Kirchenglocken. Die Anregung dafür kam aus dem Stadtrat. Oberbürgermeisterin Pia Findeiß und die Pfarrer der Stadt unterstützen den Vorschlag.