Hier sollen Wohnungsnotfälle verhindert werden

Politikerfrühstück Thesen der Wohnungsnotfallhilfe Zwickau wurden diskutiert

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Die Teilnehmer am Politikerfrühstück in der Stadtmission. Foto: Stadtmission

Zwickau. Angelehnt an den Thesenanschlag Martin Luthers veranstaltete die Diakonie Stadtmission Zwickau kürzlich ein Politikerfrühstück mit "neu"-reformatorischen Thesen der Wohnungsnotfallhilfe. Dazu eingeladen waren Politiker von der Bundes-, Landes-, und Kreisebene. Carsten Körber (CDU) und Sabine Zimmermann (DIE LINKE) von der Bundesebene, Jan Löffler (CDU), Kerstin Nicolaus (CDU), Ines Springer (CDU) und Mario Pecher (SPD) vom Sächsischen Landtag sowie Dr. Michael Luther (CDU) und Andreas Weigel (SPD) als Vorsitzende der jeweiligen Kreistagsfraktionen.

Sie waren gekommen, um mit den Verantwortlichen der Stadtmission Zwickau zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen die Thesen "Nicht jeder, der eine Wohnung braucht, bekommt eine" und "Anerkannte Asylbewerber sind die Wohnungslosen von morgen" sowie "Die Anzahl der Jugendlichen, die überhaupt keine Perspektive haben, nimmt zu - sie bedürfen einer intensiveren Betreuung und altersgerechtere Rahmenbedingungen".

Nicht nur die eigene Region im Blick

Rückfragen an die Stadtmission bestimmten das angeregte Gespräch. Wohnungsnotfälle werfen in allen benannten Arbeitsgebieten zunehmend Fragen auf, die nicht nur auf lokaler Ebene, sondern auch auf Landes- oder Bundesebene Beachtung benötigen sollten. Anhand von Fallbeispielen wurden die Herausforderungen in der Praxis deutlich aufgezeigt.

Am Ende war jeder Einzelne zu einem Statement aufgefordert, das in schriftlicher Form an eine Tür geklebt werden konnte. Diese Tür ist Teil der bundesweiten Aktion der Diakonie "Türen auf - Gerechtigkeit leben".