Hier wird Schmuck geklöppelt

Kunst Rückwärtsklöppeln geht nicht

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Heike Müller-Otto klöppelt aufwendigen Schmuck mit Gold und Silber. Foto: Nicole Schwalbe

Bärenwalde. Heike Müller-Otto klöppelt seit Kindertagen. Das ist an sich nichts Ungewöhnliches, wenngleich das Hobby am Aussterben ist. Außergewöhnlich ist, dass sie Silber- und Goldschmuck aus 585er Gold und 925er Silber nach eigenen Entwürfen klöppelt. Die Schmuckstücke versieht sie dann mit Swarovski-Kristallen oder Edelsteinen. "Vor acht Jahren hatte ich die Idee, aus meinem Hobby einen Beruf zu machen", erzählt Heike Müller-Otto. Bereits ein Jahr später hat sie sich mit ihrer Firma "Gosiko" selbstständig gemacht. "In der Testphase habe ich nur einfache Metalldrähte aus Edelstahl genommen", erzählt Müller-Otto. Das Klöppeln mit echtem Gold und Silber erfordert ein hohes Maß an Konzentration, da man hier, im Gegensatz zum herkömmlichen Klöppeln mit Textilfäden nicht rückwärts klöppeln kann, sobald man einen Fehler gemacht hat. Als 2013 die neue Silberlegierung Silber nox Pd. auf den Markt kam, die anlaufresistent, aber auch kostspieliger ist, konnte sie außerdem Schmuck herstellen, bei dem den Kunden ein Silberreinigungsbad erspart bleibt. Mit ihrem "Schatzbaum" aus Gold und Amethyst schaffte sie es sogar in die MDR Fernsehsendung "Außenseiter - Spitzenreiter" und gewann bereits mehrere Preise. Seit kurzem ist ihr Buch "Klöppeln mit Silber 925 am Beispiel eines Spitzenkragens" bei Amazon zu kaufen.