Hightech für das neue Kompetenz-Zentrum

Wirtschaft "Ubineum" am alten Erlenbad in Zwickau eröffnet

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Badewanne mit Lift in der Musterwohnung. Foto: Nicole Schwalbe

Zwickau. "Nicht einzelne Pflegepunkte, sondern ein Pflegenetzwerk ist das, was Senioren wirklich brauchen", sagt Christiana Tröger von der Seniorenvertretung Zwickau bei der Eröffnung des 3,2 Millionen Euro teuren "ubineum" am Montag. Das Kompetenzzentrum im ehemaligen Erlenbad, in dem schon so manch einer als Kind Fliesen zählen durfte, ist eine durch viele Menschen realisierte Zukunftsvision. Wohnungs-, Gesundheits- und Energiewirtschaft unter einem Dach.

"Als wissenschaftlicher Partner wird die Westsächsische Hochschule Zwickau gemeinsam mit den im "ubineum" ansässigen Partnern die Entwicklung neuartiger Produkte und Dienstleistungen auf den Gebieten der Energieversorgung, des intelligenten Wohnens, der Pflege, der Elektromobilität sowie deren informationstechnische Integration vorantreiben", so Professor Tobias Teich von der Gesellschaft für intelligente Infrastruktur Zwickau (GIIZ). Was intelligentes Wohnen tatsächlich bedeutet, kann sich die Öffentlichkeit ab sofort im Herzstück des "ubineum" ansehen: der Musterwohnung.

"Smart Home" vereinfacht den Alltag

Mithilfe des modernen "Smart Home" Systems lebt es sich komfortabler, energieeffizienter, und das alles durch Fern- oder Sprachsteuerung. Wie muss man sich das vorstellen? Der Bewohner kommt nach Hause und wird von einer Computerstimme empfangen.

Möchte man Licht, befiehlt man dem Computer, das Licht anzuschalten. Fenster und Heizung lassen sich ebenso steuern, sobald die Fenster geöffnet sind, schaltet sich die Heizung ab. Auch das Konstrukt in der hochmodernen Badewanne kann sich sehen lassen. Nach dem Bad kann man sich bequem aus der Wanne heben und sogar über eine Schiene in der Decke bis ins Wohnzimmer fahren lassen, als säße man in einem Sessellift. Auch Hifi-Geräte sowie die Betten lassen sich durch das intelligente System steuern.

Mit einem Nothilfeknopf kann der Bewohner beim Pflegepartner "Die Johanniter" um Hilfe rufen, ohne ein Telefon bedienen zu müssen. "Natürlich muss man nicht die gesamte Ausstattung nehmen, die wir hier zeigen", sagt Michael Bartsch von der GIIZ. Die Musterwohnung zeigt eben alles, was überhaupt möglich ist. "Wir freuen uns, dass mit diesem Kompetenzzentrum auch gleichzeitig noch 5 Stellplätze für Wohnmobile geschaffen werden, so dass Zwickau zukünftig auch in diesem Bereich etwas zu bieten hat", sagt Oberbürgermeisterin Pia Findeiß bei der Eröffnung.