Hilfe für ein Problemviertel

Stadtrat Bahnhofsvorstadt soll aufgewertet werden

Die Bahnhofsvorstadt wird nicht gerade als städtisches Aushängeschild gehandelt. Der Stadtteil ist unter anderem von Überalterung und einer zunehmenden Kriminalität geprägt, besonders im Drogenbereich nehmen die Delikte zu. Das soll sich in Zukunft ändern. Die Stadt Zwickau möchte das Gebiet zwischen Zentrum und Bahnhof für junge Familien, aber auch für Unternehmen attraktiver machen und hat dazu das "Integrierte Handlungskonzept für die Erweiterte Bahnhofsvorstadt" aufgestellt.

Das Projekt wird schon seit geraumer Zeit diskutiert, auch öffentlich. Auf seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 29. Oktober, will der Stadtrat darüber entscheiden. Sollte der Vorschlag angenommen werden, kann die Stadt im nächsten Schritt die nötigen Fördergelder beantragen. Überwiegend aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert, möchten die Planer das Gebiet um die Bahnhofsvorstadt aufwerten und dabei auch neue ökologische und soziale Standards etablieren. Zu den Maßnahmen zählen Sanierungsarbeiten, die Senkung des Kohlendioxidausstoßes und neue Angebote für Familien, speziell auf dem Gebiet der frühkindlichen Bildung. Die Koordinierung vor Ort wird ein Quartiersmanager übernehmen, der gleichzeitig als Ansprechpartner für die Bürger dient.

Das Konzept gilt als Pilotprojekt. Als eine zentrale Voraussetzung wurde genannt, dass man die Bevölkerung in die Realisierung einbindet. Bei Erfolg hat die Stadt vor, den Plan auf andere Stadtteile zu übertragen.

Weitere Themen der kommenden Ratssitzung sind der Jahresabschluss der Musikschule für 2014, der Bericht der Behindertenbeauftragten und die Fortsetzung des Rahmenkonzepts für die stadteigenen Kindertagesstätten.