Historische Tuchfabrik bekommt 500.000 Euro

Förderung Freistaat unterstützt Crimmitschauer Einrichtung

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Kunstministerin Eva-Maria Stange übergab vor der Kulisse der alten Webstühle den Fördermittelbescheid. Foto: Thomas Michel

Crimmitschau. Sachsens Kunst- und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange staunte nicht schlecht, als Wolfgang Zerrenner einen über 60 Jahre alten Webstuhl ohne jegliche Probleme in Betrieb nahm und seine Kollegin Silvia Schumann dem Gast aus der Landeshauptstadt die dazugehörigen Erläuterungen gab. "Die Textilindustrie war in Sachsen ein wichtiger Motor der Industrialisierung und ist daher ein ganz wichtiges Element der vierten Sächsischen Landesausstellung 2020", betonte die Ministerin, die nicht ohne Grund in der Historischen Tuchfabrik Gebr. Pfau in Crimmitschau vorbeigeschaute.

Museumsbetrieb wird wieder aufgenommen

Eva-Maria Stange hatte bei ihrem Besuch einen Förderbescheid über 500.000 Euro im Gepäck, mit dem der Freistaat die Vorbereitungen der Einrichtung an der Leipziger Straße für die Landesausstellung unterstützen will. Die Tuchfabrik ist 2020 der "Schauplatz Textil", was gleichzeitig der Startschuss zur Wiederaufnahme eines regulären Museumsbetriebes sein soll.

"Die Einbeziehung der Tuchfabrik Gebr. Pfau in die Sächsische Landesausstellung 2020 ist ein wichtiges Signal und eine große Chance für den einzigartigen Original-Schauplatz der Textilindustrie des 20. Jahrhunderts", freute sich nicht nur Crimmitschaus Oberbürgermeister André Rafael über die Förderung des Freistaates. Für Oliver Brehm, Geschäftsführer des Zweckverbandes Sächsisches Industriemuseum stellt "die denkmalgeschützte Fabrikanlage mit ihren vorführfähigen Textilmaschinen die Hauptattraktion für die Besucher" dar.